Wie lässt sich das Verschütten von Wasser beim Gießen kleiner Zimmerpflanzen verhindern?

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Das Gießen kleiner Zimmerpflanzen kann tückisch sein, da der Platz zwischen Blättern und Topfrand oft minimal ist. Hier sind die effektivsten Methoden und Werkzeuge, um Verschütten und Übergießen zu vermeiden:

1. Das richtige Werkzeug (Hardware)

Oft ist die klassische Gießkanne für kleine Töpfe einfach zu grob.

  • Labor-Spritzflaschen (Squeeze Bottles): Dies ist der absolute Profi-Tipp. Diese Kunststoffflaschen haben ein gebogenes, schmales Steigrohr. Man kann den Wasserstrahl punktgenau dosieren, indem man die Flasche leicht zusammendrückt. Ideal für Sukkulenten und Minipflanzen.
  • Gießkanne mit schwanenhalsförmigem Ausguss: Achten Sie auf eine Kanne mit einem sehr langen, extrem dünnen Rohr. Je länger das Rohr, desto besser lässt sich der Druck kontrollieren.
  • Große Medizinspritze oder Pipette: Für winzige Töpfe (wie bei Kakteen-Babys) eignen sich Spritzen (ohne Nadel) aus der Apotheke hervorragend, um ml-genau zu wässern.

2. Die Methode des „Anstauens“ (Bottom Watering)

Dies ist die sicherste Methode, um die Umgebung trocken zu halten:

  • Füllen Sie Wasser nicht von oben auf die Erde, sondern in den Untersetzer oder den Übertopf.
  • Die Pflanze saugt sich durch die Kapillarwirkung der Erde genau so viel Wasser hoch, wie sie benötigt.
  • Nach ca. 15–30 Minuten gießen Sie das restliche Wasser im Untersetzer einfach ab. So bleibt die Oberfläche der Pflanze und der Tisch trocken.

3. Hilfsmittel aus der Küche

  • Trichter: Wenn die Pflanze sehr dicht gewachsen ist, stecken Sie vorsichtig einen kleinen Trichter zwischen die Blätter auf die Erde und gießen Sie durch diesen hinein.
  • Löffel: Für ganz kleine Mengen kann man das Wasser einfach mit einem Esslöffel portionieren.

4. Den „Splash-Effekt“ verhindern

Oft verschüttet man nichts beim Zielen, aber das Wasser prallt von der trockenen Erde ab und spritzt über den Rand.

  • Moos oder Kieselsteine: Legen Sie eine Schicht Moos oder kleine Dekosteine auf die Erde. Das bricht den Wasserstrahl und verteilt ihn sanft, sodass nichts herausspritzt.
  • Langsam gießen: Trockene Erde ist oft hydrophob (wasserabweisend). Gießen Sie erst einen winzigen Schluck, warten Sie kurz, bis die Erde feucht ist, und geben Sie dann den Rest hinzu.

5. Strategische Platzierung

  • Untersetzer-Tablett: Wenn Sie viele kleine Pflanzen an einem Ort haben, stellen Sie alle gemeinsam auf ein hübsches Tablett oder einen flachen Untersetzer. Falls doch mal ein Tropfen danebengeht, landet er nicht auf den Möbeln.
  • Ab zum Waschbecken: Bei sehr empfindlichen Oberflächen (z. B. Echtholz oder Elektronik in der Nähe) ist es am sichersten, die kleinen Töpfe zum Gießen kurz in die Küchenspüle zu stellen und sie erst nach dem Abtropfen zurückzubringen.

Zusammenfassender Tipp: Besorgen Sie sich eine Labor-Spritzflasche (250ml oder 500ml). Sie kostet nur wenige Euro und löst das Problem des Verschüttens sofort und dauerhaft.

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