Wie lässt sich das starke Brennen unmittelbar nach dem Verabreichen von Augentropfen lindern?

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Das Brennen nach dem Einträufeln von Augentropfen ist ein häufiges Problem. Es entsteht meist durch einen Unterschied im pH-Wert zwischen der Tränenflüssigkeit und dem Medikament, durch enthaltene Konservierungsstoffe oder durch eine bereits gereizte Augenoberfläche.

Hier sind die effektivsten Methoden, um das Brennen unmittelbar zu lindern und künftig zu vermeiden:

1. Sofortmaßnahmen direkt nach dem Einträufeln

  • Augen sanft schließen: Drücken Sie die Augen nicht fest zu, da dies das Medikament wieder herauspresst. Schließen Sie sie locker für etwa 1 bis 2 Minuten.
  • Tränenpünktchen abdrücken (Punktal-Okklusion): Drücken Sie mit der Fingerspitze leicht auf den inneren Augenwinkel (neben der Nasenwurzel). Das verhindert, dass die Tropfen zu schnell in den Nasen-Rachen-Raum abfließen. So bleibt der Wirkstoff auf dem Auge, und der unangenehme (oft bittere) Geschmack im Hals wird reduziert.
  • Langsames Rollen der Augen: Bewegen Sie die Augäpfel bei geschlossenen Lidern sanft hin und her, um die Flüssigkeit gleichmäßig zu verteilen.
  • Nicht reiben: Auch wenn es brennt, sollten Sie die Augen auf keinen Fall reiben, da dies die Reizung verstärkt und zu Mikroverletzungen auf der Hornhaut führen kann.

2. Tipps zur Vorbeugung (vor der Anwendung)

  • Aufwärmen in der Hand: Viele Menschen bewahren ihre Augentropfen im Kühlschrank auf. Sehr kalte Tropfen brennen oft stärker. Nehmen Sie das Fläschchen einige Minuten vor der Anwendung in die Hand und wärmen Sie es auf Körpertemperatur an.
  • Konservierungsmittelfreie Produkte wählen: Viele Brennreizungen werden durch Konservierungsstoffe (wie Benzalkoniumchlorid) ausgelöst. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach Einzeldosen (EDO) oder speziellen Systemen (wie dem COMOD-System), die ohne Konservierungsstoffe auskommen.
  • Reihenfolge beachten: Wenn Sie mehrere verschiedene Tropfen verwenden müssen, lassen Sie mindestens 5 bis 10 Minuten Abstand zwischen den Anwendungen. Tropfen Sie das Präparat, das am wenigsten brennt, zuerst.
  • Zuerst künstliche Tränen: Wenn Sie die Tropfen gegen eine Krankheit (z. B. Glaukom) nehmen, kann es helfen, 10 Minuten vorher benetzende Augentropfen (künstliche Tränen) zu nehmen. Eine gut befeuchtete Augenoberfläche reagiert weniger empfindlich.

3. Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Ein kurzes Brennen (für 30 bis 60 Sekunden) ist bei vielen Medikamenten normal. Sie sollten jedoch einen Augenarzt aufsuchen, wenn:

  • das Brennen sehr stark ist und länger als ein paar Minuten anhält.
  • sich das Auge stark rötet oder die Augenlider anschwellen (Hinweis auf Allergie).
  • sich Ihre Sehschärfe dauerhaft verschlechtert.
  • Sie das Gefühl haben, einen Fremdkörper im Auge zu haben, der nicht verschwindet.

Zusatztipp: Wenn Sie die Tropfen zur Behandlung des „Trockenen Auges“ nehmen und diese brennen, kann es sein, dass die Inhaltsstoffe nicht zu Ihrem Tränenfilm passen (z. B. fehlende Lipidschicht). In diesem Fall lohnt sich der Wechsel auf ein Produkt mit einer anderen Zusammensetzung.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.

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