Wie kann man gefährlichen Funkenflug beim Einsatz eines Winkelschleifers sicher kontrollieren?
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Der Einsatz eines Winkelschleifers (Flex) erzeugt einen massiven Funkenflug, der nicht nur Verletzungen verursachen, sondern auch Brände auslösen kann. Die Kontrolle dieser Funken ist daher entscheidend für die Sicherheit.
Hier sind die wichtigsten Maßnahmen, unterteilt in Vorbereitung, Technik und Nachsorge:
1. Die richtige Schutzausrüstung (PSA)
Bevor man die Maschine einschaltet, muss der eigene Schutz gewährleistet sein:
- Schutzbrille oder Visier: Funken bestehen aus glühenden Metallpartikeln. Eine eng anliegende Schutzbrille ist Pflicht, ein Gesichtsschutzschirm zusätzlich empfehlenswert.
- Schwer entflammbare Kleidung: Tragen Sie Baumwolle oder spezielle Schutzkleidung. Vermeiden Sie Kunstfasern (Polyester), da diese auf der Haut schmelzen können.
- Lederhandschuhe: Diese schützen die Hände vor Hitze und Funken.
- Gehörschutz und Atemschutz: Funkenflug bedeutet auch Metallstaub, der nicht eingeatmet werden sollte.
2. Einstellung der Maschine
- Schutzhaube richtig positionieren: Die Schutzhaube des Winkelschleifers ist das wichtigste Bauteil zur Funkenkontrolle. Sie muss so gedreht werden, dass die Funken vom Körper weg und in eine kontrollierte Richtung geleitet werden.
- Zusatzhandgriff nutzen: Nur mit beiden Händen lässt sich die Maschine stabil führen, um ein "Ausschlagen" und damit unkontrollierten Funkenflug zu verhindern.
3. Das Umfeld absichern (Brandschutz)
Sparks können bis zu 10 Meter weit fliegen und glühen lange nach.
- Brennbare Materialien entfernen: Räumen Sie Kartons, Papier, Lappen, Lösungsmittel oder Sägespäne weiträumig weg.
- Funkschutzwände/Schweißvorhänge: Nutzen Sie mobile Schutzwände oder Decken aus Glasfaser oder speziellen Textilien, um den Funkenflug einzugrenzen.
- Empfindliche Oberflächen abdecken: Funken können sich in Glas (Fenster!) oder Fliesen einbrennen („Pickelbildung“). Schützen Sie diese durch Holzplatten oder spezielle Matten.
4. Die richtige Arbeitstechnik
- Drehrichtung beachten: Die Funken fliegen immer in Tangentialrichtung der Scheibendrehung. Positionieren Sie sich so, dass Sie nicht im direkten Strom der Funken stehen.
- Funkenstrahl lenken: Versuchen Sie, den Funkenstrahl gegen eine nicht brennbare Wand (z. B. Beton) oder in einen speziellen Funkenfangblech zu richten.
- Nicht drücken: Lassen Sie die Maschine arbeiten. Zu hoher Druck erzeugt mehr Hitze und unkontrollierteren Funkenflug.
5. Brandschutzmaßnahmen und Nachsorge
Viele Brände entstehen erst Stunden nach der Arbeit durch unbemerkte Glutnester.
- Löschmittel bereitstellen: Ein Feuerlöscher oder ein Eimer Wasser muss in unmittelbarer Reichweite stehen.
- Die „Brandwache“: Verlassen Sie die Werkstatt oder den Arbeitsplatz nicht sofort nach getaner Arbeit. Kontrollieren Sie den Bereich nach 30 bis 60 Minuten noch einmal auf Rauchentwicklung oder Brandgeruch.
- Boden reinigen: Saugen oder fegen Sie die Metallrückstände auf, da diese bei Feuchtigkeit rosten und Flecken auf dem Boden hinterlassen können.
Zusammenfassung für die Praxis:
„Weg vom Körper, weg vom Brennbaren, Schutzhaube als Schild nutzen.“ Wenn Sie im Freien arbeiten, achten Sie zudem auf die Windrichtung, damit die Funken nicht in trockenes Gras oder Gebüsch geweht werden.