Was ist die Hauptfunktion eines Winkelschleifers?
Die Hauptfunktion eines Winkelschleifers (umgangssprachlich oft auch „Flex“ genannt) lässt sich in zwei Kernbereiche unterteilen: Trennen und Schleifen.
Hier sind die wichtigsten Einsatzgebiete im Detail:
1. Trennen (Abschneiden)
Dies ist die am häufigsten genutzte Funktion. Mit einer dünnen Trennscheibe können harte Materialien präzise durchtrennt werden, wie zum Beispiel:
- Metall: Rohre, Profile, Bleche oder Bewehrungsstahl.
- Stein und Beton: Gehwegplatten, Ziegel oder Dachpfannen.
- Fliesen: Zuschneiden von Wand- und Bodenfliesen.
2. Schleifen (Oberflächenbearbeitung)
Mit einer Schruppscheibe, Fächerschleifscheibe oder einem Schleifteller wird Material abgetragen, um Oberflächen zu bearbeiten:
- Entgraten: Scharfe Kanten nach dem Schneiden glätten.
- Schweißnähte ebnen: Überstehende Schweißnähte bündig schleifen.
- Säubern: Entfernen von Rost oder alten Lackschichten (oft mit Drahtbürsten-Aufsätzen).
- Schärfen: Zum Beispiel von Rasenmähermessern oder Äxten (erfordert Übung, um das Metall nicht auszuglühen).
Wie funktioniert er?
Der Winkelschleifer verdankt seinen Namen dem Winkelgetriebe: Der Motor treibt eine Welle an, die über ein Getriebe die Werkzeugaufnahme (Spindel) im 90-Grad-Winkel dreht. Durch die extrem hohen Drehzahlen (oft über 10.000 Umdrehungen pro Minute) arbeitet sich die Scheibe durch das Material.
Wichtiger Hinweis zur Sicherheit:
Da Winkelschleifer zu den gefährlichsten Elektrowerkzeugen gehören, sind Schutzausrüstung (Schutzbrille, Gehörschutz, eng anliegende Kleidung, Handschuhe) und die Verwendung der Schutzhaube am Gerät absolut notwendig. Zudem muss die Scheibe immer zum Material passen (z. B. niemals eine Trennscheibe zum Schruppen verwenden, da diese seitlich ausbrechen kann).