Wie kam der Markenname „Tesa“ ursprünglich zustande und was hatte er mit einer Sekretärin zu tun?

Bearbeiten
Löschen

Der Markenname „Tesa“ entstand im Jahr 1906 und geht tatsächlich auf eine Sekretärin zurück. Hier ist die Geschichte dazu:

Die Sekretärin und die Namensgebung

Die Frau hinter dem Namen hieß Elsa Tesmer. Sie arbeitete als Leiterin der Schreibstube (Sekretärin) bei der Hamburger Firma Beiersdorf.

Der damalige Firmeninhaber, Dr. Oscar Trolowitz, suchte nach einem griffigen Namen für ein neues Produkt. Er forderte seine Mitarbeiter auf, Namensvorschläge einzureichen. Elsa Tesmer kombinierte daraufhin Teile ihres eigenen Namens:

  • Die ersten zwei Buchstaben ihres Nachnamens: Tesmer
  • Die letzten zwei Buchstaben ihres Vornamens: Elsa
  • Ergebnis: Tesa

Tesa war anfangs kein Klebeband

Interessanterweise war das erste Produkt, das unter dem Namen „Tesa“ vermarktet wurde, gar kein Klebeband.

  1. 1906: Der Name wurde zunächst für eine Dose für Zahnpasta („Tesasept“) und später für eine neuartige Zahnpastatube registriert. Beides war jedoch kommerziell nicht sehr erfolgreich.
  2. 1936: Erst dreißig Jahre nach der Namensfindung wurde der Name auf ein neues Produkt übertragen: einen transparenten Klebefilm. Ein Mitarbeiter namens Hugo Kirchberg kam auf die Idee, den Namen für das damals neue „Klebefilm-Röllchen“ zu nutzen.

Zusammenfassung

Der Name ist also ein klassisches Akronym, das aus dem Namen einer Angestellten gebildet wurde. Elsa Tesmer schuf damit unwissentlich einen der bekanntesten Markennamen Deutschlands, obwohl sie ihn ursprünglich für Zahnpflegeprodukte erdacht hatte. Das Klebeband, wie wir es heute kennen, übernahm den Namen erst viel später und machte ihn weltweit berühmt.