Wie hoch ist die durchschnittliche Gewinnchance bei einem Standard-Rubbellos im Vergleich zu einer klassischen Zahlenlotterie?
Beim Vergleich der Gewinnchancen zwischen einem Rubbellos und einer klassischen Zahlenlotterie (wie „6aus49“) muss man zwischen der Chance auf irgendeinen Gewinn und der Chance auf den Hauptgewinn (Jackpot) unterscheiden.
Hier ist die detaillierte Gegenüberstellung:
1. Die Chance auf „irgendeinen“ Gewinn (Trefferquote)
Dies ist der Bereich, in dem sich die beiden Spielarten am stärksten unterscheiden.
- Rubbellose: Die Trefferquote ist hier sehr hoch. In der Regel gewinnt etwa jedes 3. bis 5. Los. Das entspricht einer Gewinnchance von ca. 20 % bis 33 %.
- Aber: Die meisten dieser Gewinne sind Kleinstgewinne, die oft nur den Lospreis decken (z. B. 1 € oder 2 € bei einem 2-Euro-Los).
- Klassische Lotterie (6aus49): Die Chance auf den kleinsten Gewinn (2 Richtige + Superzahl) liegt bei etwa 1 zu 31. Das entspricht einer Gewinnwahrscheinlichkeit von nur ca. 3,2 %.
Fazit: Bei Rubbellosen gewinnt man statistisch gesehen deutlich häufiger kleine Beträge als beim Lotto.
2. Die Chance auf den Hauptgewinn (Jackpot)
Hier kehrt sich das Bild in Bezug auf die Summen massiv um.
- Rubbellose: Die Chance auf den Höchstgewinn hängt stark von der Auflage des Loses ab. Sie liegt oft zwischen 1 zu 500.000 und 1 zu 2.000.000.
- Einschränkung: Der Hauptgewinn bei Rubbellosen ist meist gedeckelt (z. B. 10.000 €, 50.000 € oder selten 500.000 €).
- Klassische Lotterie (6aus49): Die Chance auf den Jackpot (6 Richtige + Superzahl) liegt bei ca. 1 zu 140 Millionen.
- Vorteil: Die Gewinnsummen sind gigantisch (Millionenbeträge).
Fazit: Es ist statistisch viel wahrscheinlicher, den Hauptgewinn eines Rubbelloses zu ziehen als den Lotto-Jackpot zu knacken – allerdings ist der Lotto-Jackpot um ein Vielfaches höher.
3. Die Ausschüttungsquote (Pauschalvergleich)
Die Ausschüttungsquote gibt an, wie viel Prozent der Spieleinsätze wieder als Gewinne an die Spieler zurückfließen.
- Lotto 6aus49: In Deutschland gesetzlich festgelegt auf 50 %.
- Rubbellose: Liegen je nach Bundesland und Losart meist ebenfalls bei etwa 50 % (manchmal leicht schwankend zwischen 45 % und 55 %).
Das bedeutet: Rein mathematisch „verbrennt“ man bei beiden Spielarten langfristig 50 Cent von jedem investierten Euro.
Zusammenfassung im Überblick
| Merkmal | Standard-Rubbellos | Klassik-Lotto (6aus49) |
|---|---|---|
| Chance auf irgendeinen Gewinn | Hoch (ca. 1 : 4) | Gering (ca. 1 : 31) |
| Chance auf Hauptgewinn | Mittel (z.B. 1 : 1 Mio.) | Extrem gering (1 : 140 Mio.) |
| Maximale Gewinnsumme | Eher niedrig (Tausende €) | Extrem hoch (Millionen €) |
| Psychologie | Sofortige Belohnung | Vorfreude bis zur Ziehung |
Was ist „besser“?
- Wer häufiger das Erfolgserlebnis eines Gewinns haben möchte (auch wenn es nur der Lospreis ist), ist beim Rubbellos besser aufgehoben.
- Wer mit minimalem Einsatz die (extrem geringe) Chance auf ein völlig neues Leben durch Multimillionen haben möchte, wählt die Zahlenlotterie.
Hinweis: Glücksspiel kann süchtig machen. Die Gewinnwahrscheinlichkeiten sind immer so berechnet, dass die Bank (der Staat) langfristig gewinnt.