Wie entsorgt man verbrauchte Akkus fachgerecht und umweltschonend?
Die fachgerechte Entsorgung von Akkus und Batterien ist extrem wichtig, da sie einerseits wertvolle Rohstoffe enthalten und andererseits bei falscher Handhabung brandgefährlich oder umweltschädlich sein können.
Hier ist der Leitfaden, wie Sie Akkus richtig und umweltschonend entsorgen:
1. Das wichtigste Gebot: Niemals in den Hausmüll!
Akkus und Batterien dürfen unter keinen Umständen in die graue Tonne (Restmüll), die gelbe Tonne oder den Papiermüll geworfen werden.
- Gefahr: In Müllwagen oder Sortieranlagen werden Abfälle gepresst. Beschädigte Lithium-Ionen-Akkus können sich dadurch entzünden und schwere Brände verursachen.
- Umwelt: Schwermetalle und Chemikalien könnten in die Umwelt gelangen.
2. Wo kann man Akkus kostenlos abgeben?
In Deutschland ist die Rücknahme gesetzlich geregelt (Batteriegesetz). Überall dort, wo Batterien verkauft werden, müssen sie auch zurückgenommen werden.
- Supermärkte und Drogerien: Achten Sie auf die grünen Sammelboxen (meist im Eingangsbereich oder bei den Kassen).
- Elektrofachmärkte: Baumärkte und Elektronikhändler (wie MediaMarkt, Saturn) nehmen alte Akkus und Geräte mit fest verbauten Akkus an.
- Wertstoffhöfe: Kommunale Recyclinghöfe haben spezielle Container für Batterien und Akkus.
- Schadstoffmobile: Viele Städte bieten mobile Sammelstellen an, die regelmäßig durch die Viertel fahren.
3. Sicherheitshinweise für die Entsorgung
Besonders bei modernen Lithium-Ionen-Akkus (aus Smartphones, Laptops, Werkzeugen) sollten Sie vorsichtig sein:
- Pole abkleben: Kleben Sie bei leistungsstarken Akkus die Kontakte (Pole) mit einem Streifen Tesafilm oder Isolierband ab. Das verhindert Kurzschlüsse, die zu Bränden führen könnten.
- Nicht beschädigen: Versuchen Sie niemals, einen Akku gewaltsam zu öffnen.
- Aufgeblähte Akkus: Wenn ein Akku "dick" ist oder verbrannt riecht, ist er extrem gefährlich. Bringen Sie diesen am besten direkt zum Wertstoffhof und informieren Sie das Personal vor Ort. Legen Sie ihn bis zum Transport idealerweise in einen Behälter mit Sand.
4. Besonderheiten bei Geräten
- Fest verbaute Akkus: Wenn sich der Akku nicht ohne Werkzeug entfernen lässt (z. B. bei vielen elektrischen Zahnbürsten oder neueren Smartphones), gehört das ganze Gerät in den Elektroschrott (ebenfalls im Handel oder Wertstoffhof abzugeben).
- E-Bike-Akkus: Diese gelten als "Industriebatterien". Sie können sie meist dort zurückgeben, wo sie verkauft werden (Fahrradhändler).
- Starterbatterien (Auto): Hierauf wird in Deutschland ein Pfand von 7,50 € erhoben. Geben Sie die alte Batterie beim Händler ab, um das Pfand zurückzuerhalten oder eine Quittung für die Entsorgung beim Wertstoffhof einzureichen.
5. Warum ist das umweltschonend?
Akkus sind kleine "Rohstoffminen". Durch das Recycling werden wertvolle Materialien zurückgewonnen:
- Lithium, Kobalt und Nickel: Diese Metalle müssen dann nicht unter schwierigen Bedingungen neu abgebaut werden.
- Stahl, Aluminium und Kunststoff: Auch die Gehäuse werden wiederverwertet.
- Schutz: Giftige Stoffe wie Blei, Cadmium oder Quecksilber (in älteren Modellen) landen nicht in der Natur.
Zusammenfassend: Pole abkleben und ab in die grüne Sammelbox im Supermarkt oder zum Wertstoffhof. Es kostet nichts und schützt die Umwelt!