Wer hat den modernen Kugelschreiber erfunden?
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Der moderne Kugelschreiber wurde von dem ungarischen Journalisten László József Bíró erfunden.
Hier sind die wichtigsten Details zu seiner Erfindung:
- Die Idee: Als Journalist ärgerte sich Bíró oft über die damals üblichen Füllfederhalter, die klecksten, schmierten und deren Tinte lange zum Trocknen brauchte. Ihm fiel auf, dass die Tinte in Druckereien (für Zeitungen) sehr schnell trocknete.
- Die Umsetzung: Da diese Druckertinte jedoch zu dickflüssig für normale Füllfederhalter war, entwickelte er zusammen mit seinem Bruder György, einem Chemiker, ein neues System. Sie bauten eine kleine, frei rotierende Kugel in die Spitze des Stiftes ein. Diese Kugel nahm die Tinte im Inneren auf und gab sie beim Schreiben gleichmäßig auf das Papier ab.
- Das Patent: Bíró meldete das erste Patent für den Kugelschreiber im Jahr 1938 in Ungarn an. Da er aufgrund seiner jüdischen Herkunft vor den Nationalsozialisten fliehen musste, wanderte er nach Argentinien aus, wo er 1943 ein weiteres Patent anmeldete und die erste Fabrik eröffnete.
Interessante Fakten dazu:
- Der Name: In vielen Ländern (wie Großbritannien, Australien oder Italien) wird der Kugelschreiber heute noch nach seinem Erfinder einfach „Biro“ genannt.
- Der Vorläufer: Es gab bereits 1888 ein Patent des Amerikaners John J. Loud. Sein Stift funktionierte zwar ähnlich, war aber nur für grobe Oberflächen wie Leder gedacht und für das Schreiben auf Papier ungeeignet, da er zu viel Tinte verlor.
- Der Durchbruch: Zum Massenprodukt wurde der Kugelschreiber erst später, vor allem nachdem der Franzose Marcel Bich das Patent von Bíró kaufte und 1950 den berühmten „BIC Cristal“ auf den Markt brachte.