Wann wurde der erste kommerziell erfolgreiche Kugelschreiber patentiert?

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Der erste kommerziell erfolgreiche Kugelschreiber wurde am 10. Juni 1943 in Argentinien von dem ungarischen Erfinder László József Bíró zum Patent angemeldet.

Hier sind einige wichtige Details dazu:

  1. Vorgeschichte (1938): Bereits am 15. Juni 1938 hatte Bíró in Ungarn ein erstes Patent für ein Modell angemeldet, das eine kleine Kugel in der Spitze nutzte. Wegen des Zweiten Weltkriegs und seiner jüdischen Herkunft musste er jedoch fliehen und landete schließlich in Argentinien.
  2. Der Durchbruch (1943): Zusammen mit seinem Bruder György (einem Chemiker) verbesserte er die Tintenformel (sie musste dickflüssig genug sein, um nicht auszulaufen, aber dünn genug, um durch Kapillarwirkung zu fließen). Das am 10. Juni 1943 angemeldete Patent führte schließlich zur Markteinführung unter dem Namen "Birome" (ein Kofferwort aus Bíró und Meyne, seinem Partner).
  3. Warum nicht früher? Zwar gab es schon im Jahr 1888 ein Patent für ein kugelbasiertes Schreibgerät von dem Amerikaner John J. Loud, doch dieses war kommerziell nicht erfolgreich. Es war für raue Oberflächen wie Leder gedacht; auf Papier kleckste es zu stark oder die Tinte floss ungleichmäßig.

In vielen Ländern wird der Kugelschreiber heute noch nach seinem Erfinder benannt, zum Beispiel „Biro“ im Englischen (UK) oder „Birome“ in Argentinien. Zu Bírós Ehren wird in Argentinien sein Geburtstag (29. September) als „Tag der Erfinder“ gefeiert.

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