Welche Werkzeuge werden für das Tapezieren von Vliestapeten benötigt?

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Das Tapezieren von Vliestapeten ist deutlich einfacher als bei herkömmlichen Papiertapeten, da die Einweichzeit entfällt und der Kleister direkt auf die Wand aufgetragen wird („Wandklebetechnik“).

Hier ist eine Liste der Werkzeuge und Materialien, die du benötigst:

1. Vorbereitung des Untergrunds

  • Abdeckfolie oder Malervlies: Zum Schutz des Bodens und der Möbel.
  • Malerkrepp (Klebeband): Zum Abkleben von Fußleisten, Türrahmen oder Steckdosen.
  • Spachtel und Spachtelmasse: Um Löcher und Risse in der Wand auszubessern.
  • Schleifpapier oder Schleifklotz: Um Unebenheiten nach dem Spachteln zu glätten.
  • Tiefgrund & Quast/Malerrolle: Falls die Wand stark saugend oder sandig ist (besonders bei Rigips oder neuem Putz).

2. Messen und Markieren

  • Zollstock oder Maßband: Zum Ausmessen der Bahnen.
  • Bleistift: Zum Anzeichnen (keinen Filzstift verwenden, der könnte durchscheinen!).
  • Wasserwaage oder Senklot: Damit die erste Bahn absolut gerade hängt (sehr wichtig!).

3. Zuschneiden

  • Tapeziertisch: Auch wenn man den Tisch nicht zum Einkleistern braucht, ist er ideal zum sauberen Zuschneiden der Rollen.
  • Cuttermesser (mit scharfen Abbrechklingen): Zum präzisen Abschneiden an Decke und Boden.
  • Tapezierschiene oder Beschneidehilfe: Um gerade Kanten mit dem Cutter zu schneiden.
  • Tapetenschere: Zum groben Zuschneiden der Bahnen.

4. Kleister auftragen (Wandklebetechnik)

  • Vlies-Kleister: Achte darauf, speziellen Kleister für Vliestapeten zu kaufen (dieser spritzt weniger und hat eine hohe Anfangshaftung).
  • Kleistereimer: Zum Anrühren des Kleisters.
  • Rührstab: Zum klumpfreien Anrühren.
  • Kleisterrolle (Lammfellrolle): Um den Kleister gleichmäßig auf die Wand aufzutragen.
  • Heizkörperpinsel (Eckenpinsel): Für die Ränder und Ecken, wo die Rolle nicht hinkommt.

5. Anbringen und Glätten

  • Tapezierbürste oder Tapezierwischer: Zum Andrücken der Tapete (von oben nach unten und von der Mitte nach außen).
  • Andrückwalze (Moosgummirolle): Ideal, um Luftblasen sanft herauszudrücken, ohne die Struktur der Vliestapete zu beschädigen.
  • Nahtroller: Um die Übergänge zwischen den Bahnen flach anzudrücken (Vorsicht bei geprägten Tapeten, hier nur vorsichtig tupfen).
  • Tapezierspachtel: Alternativ zur Bürste, um die Tapete glattzuziehen und in die Ecken zu drücken.

6. Hilfsmittel

  • Leiter: Um sicher an der Decke arbeiten zu können.
  • Eimer mit sauberem Wasser und Schwamm: Um überschüssigen Kleister sofort von der Vorderseite der Tapete oder von den Leisten abzuwischen.

Profi-Tipp für Vliestapeten: Da Vliestapeten dimensionsstabil sind (sie dehnen sich bei Nässe nicht aus und ziehen sich beim Trocknen nicht zusammen), kannst du sie direkt von der Rolle an die eingekleisterte Wand bringen. Dennoch ist es meist einfacher, die Bahnen vorher mit einer Zugabe von ca. 5-10 cm (für oben und unten) zuzuschneiden.