Muss man bei Vliestapeten die Wand oder die Tapetenbahn einkleistern?
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Bei Vliestapeten kleistert man in der Regel die Wand ein.
Das ist der große Vorteil gegenüber herkömmlichen Papiertapeten. Man nennt dieses Verfahren Wandklebetechnik.
Hier sind die Details dazu:
Warum die Wand?
Vliestapeten sind dimensionsstabil. Das bedeutet, sie dehnen sich bei Nässe nicht aus und ziehen sich beim Trocknen nicht zusammen. Deshalb müssen sie nicht (wie Papiertapeten) einweichen.
So geht’s richtig:
- Spezialkleister nutzen: Verwende unbedingt Kleister, der explizit für Vliestapeten geeignet ist (meist steht groß „Vlies“ auf der Packung).
- Wand einkleistern: Trage den Kleister mit einer Kleisterrolle direkt auf die Wand auf. Kleistere immer nur ein Stück ein, das etwas breiter als die aktuelle Tapetenbahn ist, damit der Kleister nicht vorzeitig trocknet.
- Trockene Bahn ansetzen: Lege die trockene Tapetenbahn direkt in das Kleisterbett an der Wand ein.
- Andrücken: Mit einer Tapezierbürste oder Moosgummirolle blasenfrei festrollen.
Wichtige Ausnahmen und Tipps:
- Untergrund: Da Vlies oft etwas dünner oder leicht transparent sein kann, sollte der Untergrund farblich gleichmäßig (am besten weiß) sein. Ein pigmentierter Tapetengrund hilft hier.
- Rückseite der Tapete: Schau sicherheitshalber immer auf den Einleger der Tapetenrolle. Das Symbol für die Wandklebetechnik ist ein Piktogramm mit einer Bürste und einer senkrechten Linie (Wand).
- Kann man auch die Bahn einkleistern? Theoretisch ja, es schadet dem Vlies nicht, ist aber viel mühsamer, da die Bahnen im nassen Zustand sehr schwer werden und man den größten Vorteil der Vliestapete (die saubere und einfache Handhabung) verschenkt.
Zusammenfassend: Wand einkleistern, trockene Tapete drauf – fertig!