Welche USB-Anschlüsse sollte eine moderne Powerbank besitzen?
Eine moderne Powerbank sollte heute nicht mehr nur einfach „Strom liefern“, sondern flexibel, schnell und zukunftssicher sein. Hier ist die ideale Konfiguration, auf die du beim Kauf achten solltest:
1. USB-C (Der wichtigste Anschluss)
USB-C ist der aktuelle Standard für fast alle Smartphones, Tablets und Laptops. Eine moderne Powerbank sollte mindestens einen, besser zwei USB-C-Anschlüsse haben.
- Bidirektionalität (In/Out): Achte darauf, dass der USB-C-Port sowohl zum Laden der Powerbank selbst als auch zum Laden deiner Geräte genutzt werden kann. Das spart zusätzliche Kabel.
- Power Delivery (USB-PD): Dies ist das wichtigste Protokoll. Es ermöglicht schnelles Laden (z. B. 20W für iPhones, bis zu 100W für Laptops).
- PPS (Programmable Power Supply): Ein Zusatzstandard von USB-PD, den vor allem Samsung-Geräte (ab S20) für "Super Fast Charging" benötigen.
2. USB-A (Für die Kompatibilität)
Auch wenn USB-C die Zukunft ist, ist ein USB-A-Anschluss immer noch sinnvoll.
- Legacy-Geräte: Viele ältere Kabel, Bluetooth-Kopfhörer, Smartwatches oder E-Zigaretten nutzen noch USB-A-auf-Micro-USB oder USB-A-auf-Lightning Kabel.
- Quick Charge (QC 3.0/4.0): Über USB-A wird oft der Quick-Charge-Standard unterstützt, der für viele ältere Android-Smartphones wichtig ist.
3. Die ideale Anzahl und Kombination
Für den Alltag hat sich folgendes Setup als Standard für eine gute Powerbank etabliert:
- 2x USB-C: (Einer für Laden/Entladen, einer nur zum Entladen).
- 1x USB-A: Für älteres Zubehör.
4. Worauf du verzichten kannst (Veraltet)
- Micro-USB: Früher der Standard zum Aufladen der Powerbank. Heute veraltet, da USB-C viel schneller lädt. Wenn eine Powerbank nur über Micro-USB geladen werden kann: Finger weg! Das Aufladen der Powerbank dauert damit ewig.
- Fest verbaute Kabel: Diese wirken oft praktisch, sind aber eine Schwachstelle. Wenn das Kabel bricht, ist die ganze Powerbank oft unbrauchbar.
Zusammenfassung: Checkliste für den Kauf
Wenn du heute eine Powerbank kaufst, sollte sie folgende Spezifikationen bei den Anschlüssen haben:
- USB-C mit Power Delivery (PD): Mindestens 20W Ausgangsleistung (für Smartphones) oder 65W+ (wenn du ein MacBook oder einen Laptop laden willst).
- Eingangsleistung: Achte darauf, dass die Powerbank auch selbst schnell lädt (Input über USB-C mit mindestens 18-30W), sonst braucht eine große Powerbank 10 Stunden oder länger am Netzteil.
- Pass-Through Charging (optional): Die Fähigkeit, die Powerbank an der Steckdose zu laden und gleichzeitig ein Handy an der Powerbank zu laden.
- Low-Current Mode: Ein Modus für Kleingeräte (z.B. In-Ear-Kopfhörer), damit die Powerbank nicht automatisch abschaltet, weil der Stromverbrauch zu gering ist.
Empfehlung für 2024/2025: Such dir ein Modell mit zwei USB-C-Ports und einem USB-A-Port, das mindestens 30W Leistung (PD) bietet. Damit bist du für die nächsten Jahre bestens gerüstet.