Über welche Anschlüsse (z. B. USB-C, USB 3.0) werden externe Festplatten verbunden?

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Externe Festplatten werden heute über verschiedene Anschlüsse verbunden, wobei sich die Technik in den letzten Jahren stark vereinheitlicht hat. Man muss dabei zwischen der Steckerform (physisch) und dem Übertragungsstandard (Geschwindigkeit) unterscheiden.

Hier sind die gängigsten Anschlüsse:

1. Die physischen Stecker (Hardware)

  • USB-C: Der aktuelle Standard. Er ist oval, klein und verdrehsicher (es gibt kein „oben“ oder „unten“). Moderne externe SSDs und Festplatten nutzen fast nur noch diesen Anschluss.
  • USB-A: Der klassische, rechteckige USB-Stecker, den man seit Jahrzehnten kennt. Viele Festplatten werden mit einem Kabel geliefert, das auf der einen Seite USB-C (für die Platte) und auf der anderen Seite USB-A (für den Computer) hat.
  • Micro-USB 3.0 (Micro-B): Diesen Anschluss findet man sehr häufig an tragbaren 2,5-Zoll-Festplatten. Er sieht aus wie ein breiter, flacher, zweigeteilter Stecker. Er ist mechanisch etwas instabiler als USB-C, aber immer noch weit verbreitet.

2. Die Übertragungsstandards (Geschwindigkeit)

Der Stecker allein sagt noch nichts über die Geschwindigkeit aus. Hier sind die gängigen Standards:

  • USB 3.0 / 3.1 Gen 1 / 3.2 Gen 1: Alle diese Bezeichnungen meinen dasselbe (Marketing-Chaos). Sie bieten bis zu 5 Gbit/s. Das reicht für klassische mechanische Festplatten (HDD) völlig aus.
  • USB 3.1 Gen 2 / 3.2 Gen 2: Bietet bis zu 10 Gbit/s. Dies wird vor allem bei externen SSDs genutzt, da diese viel schneller sind als normale Festplatten.
  • USB4: Der neueste Standard, der bis zu 40 Gbit/s erreichen kann (ähnlich wie Thunderbolt).
  • USB 2.0: Veraltet (480 Mbit/s). Man findet ihn kaum noch an neuen Festplatten, außer an sehr günstigen Modellen oder alter Hardware.

3. Profi-Anschlüsse

  • Thunderbolt 3 & 4: Diese nutzen optisch den USB-C-Stecker, sind aber ein eigener Standard von Intel/Apple. Sie bieten extrem hohe Geschwindigkeiten (bis 40 Gbit/s) und werden vor allem für High-End-SSDs im Profi-Bereich (Videoschnitt) verwendet. Ein Thunderbolt-Gerät funktioniert immer an einem Thunderbolt-Port, aber nicht jedes USB-C-Gerät nutzt die volle Thunderbolt-Geschwindigkeit.

4. Veraltete oder spezielle Anschlüsse (kaum noch relevant)

  • eSATA: War früher für externe Platten beliebt, da es so schnell wie interne SATA-Anschlüsse war. Wurde durch USB 3.0 verdrängt.
  • FireWire (400/800): Früher der Standard bei Apple-Rechnern, heute komplett durch Thunderbolt/USB-C ersetzt.

Zusammenfassung: Worauf sollte man beim Kauf achten?

  1. Für normale HDDs (Datengrab): USB 3.0 (USB-A oder USB-C) reicht völlig aus.
  2. Für schnelle SSDs: Achten Sie auf USB-C mit dem Standard USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s), um die Geschwindigkeit der SSD nicht auszubremsen.
  3. Kompatibilität: Wenn Ihr Laptop nur USB-C hat, die Festplatte aber USB-A, benötigen Sie ein passendes Adapterkabel oder einen Hub. Die Standards sind glücklicherweise fast alle abwärtskompatibel.