Welche pflanzlichen Alternativen gibt es zu herkömmlichen Chicken Nuggets?
Es gibt mittlerweile eine riesige Auswahl an pflanzlichen Alternativen zu Chicken Nuggets, die sich in Geschmack, Textur und Inhaltsstoffen unterscheiden. Man kann sie grob in drei Kategorien einteilen: Fertigprodukte aus dem Supermarkt, Optionen in der Gastronomie und selbstgemachte Alternativen aus natürlichen Zutaten.
Hier ist ein Überblick:
1. Fertigprodukte aus dem Supermarkt (Convenience)
Diese Produkte kommen dem „Original“ meist am nächsten, da sie oft auf Basis von Texturierten Pflanzenproteinen (TVP) hergestellt werden.
- Basis Soja: Der Klassiker. Sojaprotein liefert eine faserige Struktur, die Hühnchen sehr ähnlich ist.
- Marken: Rügenwalder Mühle, Garden Gourmet, The Vegetarian Butcher.
- Basis Erbsenprotein: Eine beliebte sojafreie Alternative, die oft als verträglicher gilt.
- Marken: Iglo (Green Cuisine), Vivera, Beyond Meat.
- Basis Weizenprotein (Seitan): Seitan hat einen sehr festen, „fleischigen“ Biss.
- Marken: Wheaty oder Eigenmarken von Bio-Supermärkten (z. B. Alnatura, Denns).
- Basis Mykoprotein (Pilzkulturen): Diese haben eine besonders feine Faserung.
- Marke: Quorn (Achtung: Manche Produkte enthalten Eiklar, es gibt aber auch rein vegane Linien).
2. Fast-Food-Ketten
Wenn es schnell gehen muss, bieten fast alle großen Ketten mittlerweile pflanzliche Nuggets an:
- Burger King: Verwendet oft die Produkte von The Vegetarian Butcher.
- McDonald’s: Hat die McPlant Nuggets (auf Erbsen- und Maisbasis) eingeführt.
3. Natürliche Alternativen (Selfmade / Vollwertig)
Wer weniger verarbeitete Lebensmittel essen möchte, kann Nuggets aus ganzen Pflanzen herstellen. Hier ist die Panade der Schlüssel zum Erfolg.
- Blumenkohl (Cauliflower Wings/Nuggets): Die Röschen werden paniert und gebacken oder frittiert. Sie sind außen knusprig und innen weich.
- Austernpilze: Wenn man Austernpilze in Streifen reißt und paniert, haben sie eine verblüffend fleischähnliche, faserige Konsistenz.
- Kichererbsen: Zerdrückte Kichererbsen, gemischt mit Gewürzen und etwas Mehl, ergeben eine Art „Nugget-Falafel-Hybrid“.
- Tofu (Der Gefrier-Trick): Wenn man Tofu einfriert, auftaut und dann das Wasser fest ausdrückt, verändert sich die Zellstruktur. Er wird schwammiger und zäher, was ideal für „Chicken“ Nuggets ist. Danach marinieren, panieren und braten.
- Jackfruit: Junge, grüne Jackfruit (aus der Dose) hat eine faserige Struktur, die an „Pulled Chicken“ erinnert. Man kann sie in Form pressen und panieren.
Worauf sollte man achten?
- Die Panade: Der typische Nugget-Geschmack kommt oft durch die Panade (Mehl, Panko-Paniermehl, Gewürze wie Paprika, Knoblauch und Zwiebelpulver).
- Inhaltsstoffe: Fertigprodukte enthalten oft viel Salz und gesättigte Fette (Kokosfett). Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich.
- Zubereitung: Viele pflanzliche Nuggets werden im Airfryer (Heißluftfritteuse) besonders knusprig, ohne dass sie in Fett schwimmen.
Mein Tipp für den besten „Hähnchen-Biss“: Probieren Sie Produkte auf Erbsenprotein-Basis oder die eingefrorene Tofu-Variante. Diese kommen dem Mundgefühl von echtem Fleisch aktuell am nächsten.