Welche Mehltypen werden üblicherweise für Dinkelbrötchen verwendet?

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Für die Herstellung von Dinkelbrötchen werden in der Regel drei verschiedene Mehltypen verwendet, je nachdem, welches Ergebnis (Lockerheit, Geschmack, Nährwert) gewünscht ist.

Hier sind die gängigsten Typen:

1. Dinkelmehl Type 630 (Das "Standardmehl")

Dies ist das am häufigsten verwendete Mehl für helle Brötchen.

  • Eigenschaften: Es ist vergleichbar mit dem Weizenmehl Type 550.
  • Ergebnis: Die Brötchen werden locker, feinporig und haben eine eher helle Krume. Es eignet sich ideal für klassische Sonntagsbrötchen.
  • Backeigenschaft: Es hat die besten Backeigenschaften unter den Dinkelmehlen, da es das meiste Klebereiweiß im Verhältnis zu den Randschichten enthält.

2. Dinkelmehl Type 1050 (Das "Herzhafte")

Dieses Mehl ist dunkler und enthält mehr Anteile des vollen Korns (Mineralstoffe und Ballaststoffe).

  • Eigenschaften: Vergleichbar mit Weizenmehl Type 1050.
  • Ergebnis: Die Brötchen schmecken deutlich nussiger und kräftiger. Die Krume ist dunkler und etwas kompakter.
  • Tipp: Oft wird Type 1050 mit Type 630 gemischt (z. B. im Verhältnis 1:1), um einen kompromiss zwischen Fluffigkeit und Geschmack zu finden.

3. Dinkelvollkornmehl

Hier wird das gesamte Korn inklusive Keimling und Schale vermahlen.

  • Eigenschaften: Sehr hoher Ballaststoff- und Mineralstoffgehalt.
  • Ergebnis: Die Brötchen sind sehr kompakt, sättigend und haben ein kräftiges Aroma.
  • Wichtiger Hinweis: Vollkornmehl benötigt deutlich mehr Flüssigkeit und meist eine längere Quellzeit (z. B. durch ein Brühstück oder Quellstück), damit die Brötchen nicht trocken oder zu fest werden.

Zusammenfassung & Empfehlung

Brötchen-Stil Empfohlener Mehltyp
Sehr locker & hell Type 630
Rustikal & herzhaft Type 1050
Gesund & ballaststoffreich Vollkornmehl
Der beste Allrounder Mischung aus 630 und 1050

Besondere Tipps für Dinkelteig:

  1. Nicht zu lange kneten: Dinkel ist empfindlicher als Weizen. Wenn man ihn zu lange oder zu intensiv knetet, "überknetet" der Teig, die Kleberstruktur reißt und der Teig wird weich und läuft breit. Lieber kurz und schonend kneten.
  2. Feuchtigkeit halten: Dinkel neigt dazu, schneller auszutrocknen. Die Verwendung von Flohsamenschalen, einem Kochstück (Mehl mit Wasser aufgekocht) oder etwas Fett (Butter/Öl) im Teig hilft, die Brötchen länger frisch zu halten.
  3. Säure: Ein Schuss Zitronensaft oder ein wenig Sauerteig stabilisiert das Dinkelgerüst zusätzlich.
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