Welche Kräuter sind typischerweise in Stilltee enthalten?
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Stilltee ist eine bewährte Kräutermischung, die darauf ausgelegt ist, die Milchbildung zu unterstützen, die Verdauung von Mutter und Kind zu fördern und für Entspannung zu sorgen.
Die meisten Stilltees basieren auf einer klassischen Kombination aus drei Kräutern, ergänzt durch weitere Wirkstoffe. Hier sind die typischen Inhaltsstoffe:
1. Die "Klassiker" (Das Trio für die Verdauung)
Diese drei Kräuter sind in fast jedem Stilltee enthalten, da sie ätherische Öle besitzen, die über die Muttermilch an das Baby weitergegeben werden und dort Blähungen (Koliken) lindern können:
- Fenchel: Wirkt krampflösend und milchbildungsfördernd.
- Anis: Unterstützt die Drüsenfunktion und wirkt ebenfalls gegen Blähungen.
- Kümmel: Ist besonders stark in der Verdauungsförderung und hilft gegen Völlegefühl.
2. Kräuter zur direkten Milchsteigerung
- Bockshornklee (Bockshornkleesamen): Er gilt als eines der wirksamsten Mittel zur Steigerung der Milchmenge. Er ist oft in speziellen Apotheken-Mischungen enthalten (da er einen recht intensiven, würzigen Eigengeschmack hat).
- Geißraute: Ein traditionelles Kraut, das direkt die Milchsekretion anregen soll.
3. Kräuter für den Geschmack und die Entspannung
- Zitronenverbene (Eisenkraut): Wirkt leicht anregend auf den Milchfluss und verleiht dem Tee eine frische Note.
- Zitronenmelisse: Hilft der Mutter, sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen, was wiederum den Milchspendereflex positiv beeinflusst.
- Lavendel: Gelegentlich beigemischt, um Stress abzubauen.
4. Weitere Zusätze
- Brennnessel: Wird oft hinzugefügt, um den Mineralstoffhaushalt der Mutter zu unterstützen und die Eisenaufnahme zu fördern.
- Himbeerblätter: Können das Gewebe lockern und werden manchmal auch in der Stillzeit (in Maßen) beigemischt.
Wichtige Warnung: Was Sie vermeiden sollten
Es gibt Kräuter, die die Milchbildung hemmen und daher das Gegenteil von Stilltee bewirken. Diese sollten Sie während der Stillzeit nur trinken, wenn Sie abstillen möchten:
- Salbei
- Pfefferminze
Tipps zum Trinken:
- Menge: 2 bis 3 Tassen am Tag reichen meist aus. Zu viel Stilltee (besonders Fenchel) kann bei manchen Babys paradoxerweise erst recht zu Blähungen führen.
- Abwechslung: Trinken Sie zwischendurch auch einfach Wasser oder Saftschorlen, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken.
- Ungesüßt: Am besten trinken Sie den Tee ungesüßt, um die Zähne und den Blutzuckerspiegel zu schonen.