Welche Kräuter lassen sich am einfachsten auf der Fensterbank ziehen?

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Auf der Fensterbank lassen sich viele Kräuter erfolgreich ziehen, sofern sie genügend Licht bekommen. Hier sind die pflegeleichtesten Sorten, unterteilt nach ihren Ansprüchen:

1. Der absolute Anfänger-Favorit: Kresse

Kresse ist unschlagbar, weil sie fast überall wächst und extrem schnell ist.

  • Substrat: Erde, Watte oder sogar ein feuchtes Küchentuch reichen aus.
  • Dauer: Nach 4–7 Tagen kann man bereits ernten.
  • Pflege: Einfach nur feucht halten.

2. Die Robusten (Mehrjährig & pflegeleicht)

  • Schnittlauch: Er ist sehr widerstandsfähig. Wenn man ihn abschneidet, wächst er zügig nach. Er mag es hell, verträgt aber auch Halbschatten.
  • Minze: Minze wächst fast wie Unkraut. Sie liebt Wasser und kommt mit weniger direktem Sonnenlicht aus als mediterrane Kräuter. Tipp: Minze sollte immer in einem eigenen Topf stehen, da sie sonst alles andere verdrängt.
  • Zitronenmelisse: Ähnlich robust wie Minze, sehr wuchsstark und verzeiht auch mal kleine Pflegefehler.

3. Die Klassiker (Brauchen viel Licht)

  • Basilikum: Sehr beliebt, aber ein wenig „durstiger“. Er braucht viel Sonne (Süd- oder Westfenster) und regelmäßig Wasser. Wichtig: Immer die Triebspitzen abschneiden, nicht nur einzelne Blätter zupfen, damit er buschig nachwächst.
  • Petersilie: Sie wächst etwas langsamer als Schnittlauch, ist aber auf der Fensterbank sehr ausdauernd. Sie mag es hell, aber keine pralle Mittagshitze im Hochsommer.

4. Mediterrane Kräuter (Wenig Wasser, viel Sonne)

  • Thyme & Oregano: Diese Kräuter sind ideal, wenn man mal das Gießen vergisst. Sie brauchen einen sehr sonnigen Platz und Erde, die gut abtrocknet. Sie wachsen kompakt und passen daher gut in kleine Töpfe.

3 Goldene Regeln für die Fensterbank:

  1. Licht ist alles: Kräuter brauchen im Haus so viel Licht wie möglich. Ein Südfenster ist ideal. Im Winter kann die Lichtmenge oft zu gering sein, dann wachsen die Kräuter „geil“ (lange, dünne, schwache Triebe).
  2. Staunässe vermeiden: Die meisten Kräuter sterben nicht an Wassermangel, sondern an verfaulten Wurzeln. Achte darauf, dass die Töpfe Abflusslöcher haben und kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt.
  3. Richtig ernten: Zupfe nicht nur die größten Blätter ab. Schneide bei Basilikum, Minze oder Thymian immer ganze Triebspitzen (kurz über einem Blattpaar) ab. So verzweigt sich die Pflanze und wird kräftiger.

Mein Tipp für den Start: Kaufen Sie keine "Supermarkt-Kräuter" aus der Gemüseabteilung, um sie weiterzuziehen. Diese sind meist zu dicht gesät und auf schnellen Verzehr gezüchtet. Greifen Sie lieber zu Bio-Jungpflanzen aus der Gärtnerei oder säen Sie selbst aus – das ist nachhaltiger und die Pflanzen sind deutlich kräftiger.

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