Welche Kennzeichnungen weisen auf die Eignung für den Kontakt mit Lebensmitteln hin?

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In der Europäischen Union ist die Kennzeichnung von Materialien und Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen (z. B. Geschirr, Verpackungen, Küchengeräte), streng geregelt.

Hier sind die wichtigsten Hinweise und Kennzeichnungen, auf die Sie achten sollten:

1. Das Glas-und-Gabel-Symbol

Das bekannteste Zeichen ist das Symbol mit einem Weinglas und einer Gabel.

  • Bedeutung: Es besagt rechtlich verbindlich, dass das Produkt den Anforderungen der EU-Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 entspricht und sicher für den Kontakt mit Lebensmitteln ist.
  • Verwendung: Es muss auf Produkten (oder deren Verpackung) stehen, bei denen nicht offensichtlich ist, dass sie für Lebensmittel gedacht sind (z. B. eine Aufbewahrungsbox, die auch für Werkzeug genutzt werden könnte). Bei Tellern oder Besteck ist es oft nicht direkt aufgedruckt, da die Verwendung zweifelsfrei erkennbar ist.

2. Schriftliche Hinweise

Anstelle des Symbols können auch schriftliche Bezeichnungen verwendet werden. Häufige Formulierungen sind:

  • „Für Lebensmittelkontakt“
  • „Zur Verwendung mit Lebensmitteln“
  • „Lebensmittelecht“ (umgangssprachlicher, aber rechtlich klar)
  • Spezifische Hinweise zum Verwendungszweck (z. B. „Kaffeemaschine“, „Weinflasche“).

3. Die Konformitätserklärung (Konformitätsbescheinigung)

Für gewerbliche Nutzer oder auf Anfrage beim Hersteller gibt es die sogenannte Konformitätserklärung.

  • Dies ist ein Dokument, in dem der Hersteller schriftlich bestätigt, dass das Produkt den gesetzlichen Anforderungen entspricht.
  • Besonders bei Kunststoffen ist dies wichtig, da hier genau geprüft wird, ob Stoffe (wie Weichmacher) in die Lebensmittel wandern (Migration).

4. Gebrauchs- und Sicherheitshinweise

Ein Produkt ist oft nur unter bestimmten Bedingungen „lebensmittelecht“. Achten Sie auf ergänzende Symbole oder Texte:

  • Temperaturbereiche: (z. B. „bis 100 °C“ oder „nicht für den Ofen geeignet“).
  • Mikrowelleneignung: Ein Symbol mit Wellen.
  • Spülmaschineneignung: Ein Symbol mit Wasserstrahlen oder Tellern.
  • Einschränkungen: „Nicht für fetthaltige Lebensmittel geeignet“ oder „Nicht für säurehaltige Lebensmittel geeignet“.

5. Materialspezifische Kennzeichnungen (Recycling-Codes)

Oft findet man auf Kunststoffprodukten Dreiecke mit Nummern (PET, PP, HDPE etc.).

  • Wichtig: Diese Nummern sind primär Recycling-Codes und kein direkter Beweis für Lebensmittelechtheit.
  • Allerdings gelten bestimmte Kunststoffe wie PP (Code 5) oder HDPE (Code 2) als besonders geeignet und sicher für Lebensmittel, während andere (wie PVC oder PS) kritischer betrachtet werden.

Zusammenfassung: Worauf ist beim Kauf zu achten?

Wenn Sie sichergehen wollen, suchen Sie nach dem Glas-und-Gabel-Symbol. Wenn dieses fehlt, sollte zumindest ein klarer schriftlicher Hinweis auf der Verpackung stehen. Fehlen beide Kennzeichnungen und ist der Verwendungszweck nicht absolut eindeutig (wie bei einem Porzellanteller), sollten Sie das Gefäß im Zweifel nicht für Lebensmittel verwenden.

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