Welche Inhaltsstoffe sind typischerweise in Wundschutzcremes enthalten?

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Wundschutzcremes (oft auch Zinksalben oder Babycremes genannt) haben die Aufgabe, die Haut vor Feuchtigkeit, Reibung und aggressiven Substanzen (wie Urin oder Stuhl im Windelbereich) zu schützen und Entzündungen zu lindern.

Hier sind die typischen Inhaltsstoffe, unterteilt nach ihrer Funktion:

1. Der Hauptwirkstoff: Zinkoxid

Zinkoxid ist fast in jeder klassischen Wundschutzcreme enthalten. Es hat drei entscheidende Funktionen:

  • Feuchtigkeitsbindend: Es hält die betroffene Hautstelle trocken.
  • Antiseptisch: Es hemmt das Wachstum von Bakterien.
  • Entzündungshemmend: Es unterstützt die Abheilung von Rötungen.

2. Barrierebildende Fette und Öle (Lipide)

Damit die Haut vor äußeren Einflüssen geschützt wird, bilden diese Stoffe einen Schutzfilm:

  • Lanolin (Wollwachs): Ein sehr klassischer Inhaltsstoff, der extrem wasserabweisend ist und die Haut geschmeidig hält.
  • Pflanzliche Öle: Häufig werden Mandelöl, Sonnenblumenöl oder Jojobaöl verwendet, um die Haut zu pflegen.
  • Bienenwachs (Cera Alba): Sorgt für eine festere Konsistenz und verstärkt den Schutzfilm auf der Haut.
  • Vaseline oder Paraffine: In konventionellen Produkten dienen sie als günstiger, starker Feuchtigkeitsschutz (in Naturkosmetik werden sie durch pflanzliche Fette ersetzt).

3. Beruhigende und heilungsfördernde Zusätze

Diese Stoffe helfen der Haut, sich schneller zu regenerieren:

  • Panthenol (Dexpanthenol / Provitamin B5): Der Goldstandard zur Förderung der Zellneubildung und Wundheilung.
  • Calendula (Ringelblume): Ein Extrakt, der stark entzündungshemmend und beruhigend wirkt (sehr verbreitet in der Baby-Pflege).
  • Bisabolol oder Kamille: Wirkt beruhigend bei Reizungen.
  • Allantoin: Hilft, die Haut zu glätten und die Heilung zu beschleunigen.

4. Feuchthaltemittel

Obwohl die Creme schützen soll, darf die Haut darunter nicht völlig austrocknen:

  • Glycerin: Bindet Feuchtigkeit in den oberen Hautschichten, damit die Haut elastisch bleibt.

Worauf man verzichten sollte (besonders bei Babys)

Gute Wundschutzcremes sollten idealerweise frei von folgenden Stoffen sein, da diese die gereizte Haut zusätzlich irritieren können:

  • Parfüme und Duftstoffe: Können Allergien auslösen.
  • Konservierungsstoffe (wie Parabene): Können das hormonelle System beeinflussen oder Reizungen verursachen.
  • Ätherische Öle: Können auf offener Haut brennen (Ausnahme: sehr geringe Mengen beruhigender Öle wie Lavendel in speziellen Rezepturen).

Zusammenfassung für den schnellen Blick:

Wenn Sie eine Wundschutzcreme kaufen, suchen Sie nach der Kombination aus Zinkoxid (für den Schutz/Trocknung), Panthenol (für die Heilung) und Lanolin oder Pflanzenölen (für die Barriere).