Welche Hilfsmittel werden benötigt, um eine Kompresse sicher zu fixieren?
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Um eine Kompresse sicher und hygienisch zu fixieren, hängt die Wahl des Hilfsmittels vor allem von der Körperstelle, der Größe der Wunde und der gewünschten Bewegungsfreiheit ab.
Hier sind die gängigsten Hilfsmittel, unterteilt nach Kategorien:
1. Klebemittel (Fixierpflaster)
Diese eignen sich besonders für flache Körperstellen (Rücken, Bauch, Oberschenkel), an denen man nicht wickeln kann.
- Heftpflaster von der Rolle: Klassisches Klebeband (z. B. Leukoplast), um die Ränder der Kompresse zu fixieren.
- Sensitiv-Pflaster (Vlies): Für empfindliche Haut oder Allergiker (z. B. Micropore oder Silk-Pflaster).
- Großflächige Fixiervliese: Diese sind atmungsaktiv und kleben über die gesamte Fläche der Kompresse hinaus (z. B. Fixomull stretch). Sie bieten den sichersten Schutz gegen Verrutschen und Schmutz.
2. Binden (Wickelmaterial)
Binden werden verwendet, wenn die Wunde an Armen, Beinen, Fingern oder am Kopf liegt.
- Mullbinden: Der Klassiker aus Baumwolle, unelastisch, muss meist verknotet oder mit Pflaster fixiert werden.
- Elastische Fixierbinden: Diese passen sich Gelenken (Knie, Ellenbogen) besser an und engen weniger ein.
- Kohäsive (selbsthaftende) Binden: Diese Binden haften auf sich selbst, aber nicht auf der Haut oder den Haaren. Sie verrutschen kaum und benötigen keine zusätzlichen Klammern oder Pflaster zum Abschluss.
3. Schlauch- und Netzverbände
- Schlauchverbände: Elastische Gewebeschläuche, die einfach über den Arm oder das Bein gezogen werden. Besonders praktisch für Fingerverbände.
- Netzverbände: Sehr dehnbar und luftdurchlässig. Sie werden oft am Kopf oder am Rumpf eingesetzt, um Kompressen ohne Druck zu halten.
4. Ergänzende Utensilien
Damit die Fixierung gelingt, sollten folgende Werkzeuge bereitstehen:
- Verbandsschere: Zum sauberen Zuschneiden von Pflastern, Binden oder dem Schlauchverband.
- Einmalhandschuhe: Zur hygienischen Arbeit, um die Wunde nicht zu infizieren.
- Händedesinfektionsmittel: Vor und nach dem Verbandwechsel obligatorisch.
- Verbandklammern: (Früher "Schwiegermütter" genannt) zum Fixieren von Mullbinden – heute werden sie oft durch Pflasterstreifen ersetzt, da sie sich lösen und verletzen können.
Tipps für die sichere Fixierung:
- Nicht zu fest: Der Verband darf die Durchblutung nicht abschnüren (Achtung bei Schwellungen!).
- Gelenkstellung: Fixieren Sie Verbände an Gelenken immer in leicht gebeugter Funktionsstellung, damit die Bewegung später möglich ist.
- Hautschutz: Bei sehr dünner "Pergamenthaut" (oft bei Senioren) sollten Sie auf starke Kleber verzichten und lieber auf Schlauchverbände oder weiche Binden ausweichen.
Wichtig: Wenn die Wunde stark blutet, eitert oder sich rötet, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.