Welche Folgen hat es, wenn der Ölfilter nicht regelmäßig gewechselt wird?

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Wenn der Ölfilter nicht regelmäßig gewechselt wird, kann das schwerwiegende und teure Folgen für den Motor haben. Der Ölfilter hat die Aufgabe, Verunreinigungen wie Metallabrieb, Rußpartikel und Staub aus dem Motoröl zu sieben.

Hier sind die konkreten Folgen im Detail:

1. Öffnen des Umgehungsventils (Bypass)

Wenn der Filter komplett mit Schmutz zugesetzt ist, steigt der Druck im Filtergehäuse. Damit der Motor nicht sofort ohne Schmierung trockenläuft, öffnet sich ein Sicherheitsventil (das Umgehungsventil).

  • Die Folge: Das Öl fließt am Filter vorbei ungefiltert zurück in den Motor. Ab diesem Moment zirkuliert der gesamte Dreck und Abrieb ungehindert im Ölkreislauf.

2. Erhöhter Verschleiß (Schmirgel-Effekt)

Da das Öl nun ungefiltert bleibt, wirken die darin enthaltenen Partikel (vor allem winzige Metallspäne) wie Schmirgelpapier auf die beweglichen Teile im Motor.

  • Betroffen sind vor allem Zylinderlaufbahnen, Kolbenringe, Nockenwellen und Kurbelwellenlager.
  • Die Lebensdauer des Motors verkürzt sich drastisch.

3. Gefahr für den Turbolader

Moderne Autos mit Turbolader sind besonders gefährdet. Die Lager des Turboladers drehen sich extrem schnell und sind auf absolut sauberes Öl angewiesen.

  • Schmutzpartikel können die feinen Ölkanäle zum Lader verstopfen oder die Lager beschädigen, was schnell zu einem kapitalen Turboladerschaden führt.

4. Leistungsverlust und höherer Kraftstoffverbrauch

Durch die höhere Reibung im Motor (wegen der Partikel im Öl) muss der Motor mehr Arbeit leisten, um den Widerstand zu überwinden.

  • Dies führt zu einem spürbaren Leistungsverlust und einem Anstieg des Kraftstoffverbrauchs.

5. Überhitzung des Motors

Sauberes Öl hilft auch bei der Kühlung des Motors. Ein zugesetzter Filter und verschmutztes Öl können die Wärme nicht mehr so effizient abführen. Die thermische Belastung der Bauteile steigt.

6. Schlammbildung

Altes Öl und ein alter Filter begünstigen die Bildung von Ölschlamm. Dieser zähe Schleim kann Ölbohrungen komplett verstopfen. Wenn kein Öl mehr an den Schmierstellen ankommt, reißt der Schmierfilm ab.

7. Der totale Motorschaden

Das Endstadium der Vernachlässigung ist der Motorschaden (z. B. ein Kolbenfresser). Die Reparaturkosten übersteigen in vielen Fällen den Restwert des Fahrzeugs.


Fazit & Empfehlung

Ein Ölfilter kostet meist nur zwischen 5 und 20 Euro. Ein neuer Motor kostet Tausende.

  • Wann wechseln? In der Regel bei jedem Ölwechsel (meist alle 15.000 bis 30.000 Kilometer oder einmal im Jahr, je nach Herstellervorgabe).
  • Wichtig: Es bringt wenig, nur das Öl zu wechseln und den alten Filter drin zu lassen, da der neue Schmierstoff sofort wieder durch den im Filter sitzenden Dreck verunreinigt würde.
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