Welche Energiequellen können für den Betrieb eines Durchlauferhitzers genutzt werden?
Ein Durchlauferhitzer erwärmt Wasser erst in dem Moment, in dem es benötigt wird (im Gegensatz zu einem Boiler, der Warmwasser speichert). Es gibt primär zwei Hauptenergiequellen für den direkten Betrieb, sowie eine hybride Form:
1. Strom (Elektrische Durchlauferhitzer)
Dies ist die am weitesten verbreitete Form, besonders in Wohnungen.
- Funktionsweise: Elektrische Heizwiderstände (Blankdraht- oder Rohrheizkörper) im Inneren des Geräts erhitzen das Wasser, während es hindurchfließt.
- Vorteile: Kompakte Bauweise, einfache Installation, keine Abgase, wartungsarm.
- Nachteile: Hohe Stromkosten (Strom ist pro kWh teurer als Gas), benötigt oft einen Starkstromanschluss (400V).
- Arten: Man unterscheidet zwischen elektronisch geregelten (effizienter, konstante Temperatur) und hydraulisch gesteuerten Modellen (älter, weniger komfortabel).
2. Gas (Gas-Durchlauferhitzer)
Diese Geräte werden oft mit Erdgas oder Flüssiggas betrieben.
- Funktionsweise: Ein Gasbrenner zündet, sobald Wasser fließt. Die Flammen erhitzen das Wasser über einen Wärmetauscher (Lamellenblock).
- Vorteile: Geringere Betriebskosten als Strom, hohe Leistungsfähigkeit (kann oft größere Mengen Wasser schneller erhitzen).
- Nachteile: Benötigt einen Gasanschluss, einen Schornsteinanschluss oder eine Abgasführung nach außen, regelmäßige Wartung durch den Schornsteinfeger/Fachmann erforderlich, CO2-Emissionen.
- Brennstoff: Meist Erdgas aus der Leitung, in abgelegenen Gebieten oder beim Camping auch Propangas aus Flaschen.
3. Solarthermie (als Unterstützung)
Solarthermie kann einen Durchlauferhitzer zwar nicht allein „betreiben“ (da die Sonne nicht auf Abruf scheint), aber sie kann kombiniert werden:
- Solarfähige Durchlauferhitzer: Spezielle elektronische Durchlauferhitzer können mit vorerwärmtem Wasser aus einer Solaranlage gespeist werden.
- Funktion: Wenn das Wasser aus dem Solartank bereits 40 °C hat, muss der Durchlauferhitzer nur noch wenig oder gar nicht nachheizen. Dies spart massiv Energie.
4. Besonderheit: Die „Frischwasserstation“ (Zentralheizung)
Technisch gesehen ist eine Frischwasserstation an einer Zentralheizung (betrieben durch Holz, Pellets, Wärmepumpe oder Öl) ebenfalls ein Durchlauferhitzer-Prinzip:
- Das Trinkwasser wird im Durchlaufprinzip über einen Plattenwärmetauscher durch das heiße Heizungswasser der Zentralheizung erwärmt. Hier ist die Energiequelle indirekt der Brennstoff der Heizungsanlage.
Zusammenfassung:
| Energiequelle | Typische Anwendung | Kosten (Betrieb) | Installation |
|---|---|---|---|
| Strom | Wohnungen, Bad, Küche | Hoch | Einfach (Starkstrom nötig) |
| Erdgas | Häuser, Altbau-Wohnungen | Mittel | Aufwendig (Abgasrohr) |
| Flüssiggas | Gartenhaus, Camping, LKW | Mittel | Einfach (Flasche) |
| Solar | Hybrid-Systeme | Sehr gering | Teuer in der Anschaffung |
Für die meisten Privathaushalte ist die Wahl zwischen Strom (flexibel, günstig in der Anschaffung) und Gas (günstiger im Verbrauch, wenn Anschlüsse vorhanden sind) entscheidend.