Wie hoch sind die zusätzlichen Stromkosten durch den Betrieb eines Heizlüfters?
Die Kosten für den Betrieb eines Heizlüfters hängen von drei Faktoren ab: der Leistung des Geräts, der Nutzungsdauer und Ihrem Strompreis.
Hier ist die einfache Formel und eine Beispielrechnung:
1. Die Faustformel
Leistung (in kW) × Zeit (in Stunden) × Strompreis (in €/kWh) = Kosten
2. Beispielrechnung
Die meisten gängigen Heizlüfter haben eine Leistung von 2.000 Watt (2 kW) auf der höchsten Stufe. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde (kWh) ergeben sich folgende Kosten:
- Pro Stunde: 2 kW × 1 h × 0,35 € = 0,70 €
- Pro Abend (4 Stunden): 2 kW × 4 h × 0,35 € = 2,80 €
- Pro Monat (bei 4 Std. täglich): 30 Tage × 2,80 € = 84,00 €
3. Übersichtstabelle (bei 35 Cent/kWh)
| Dauer | 1.000 Watt (Stufe 1) | 2.000 Watt (Stufe 2) |
|---|---|---|
| 1 Stunde | ca. 0,35 € | ca. 0,70 € |
| 5 Stunden | ca. 1,75 € | ca. 3,50 € |
| 10 Stunden | ca. 3,50 € | ca. 7,00 € |
Wichtige Faktoren, die die Kosten beeinflussen:
- Thermostat-Funktion: Ein guter Heizlüfter läuft nicht permanent unter Volllast. Wenn die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, schaltet sich das Gerät ab und später wieder an. Die tatsächlichen Kosten liegen daher oft etwas niedriger als die reine theoretische Berechnung der Maximalleistung.
- Leistungsstufen: Viele Geräte lassen sich zwischen 500W, 1000W und 2000W umschalten.
- Ihr Stromtarif: Schauen Sie in Ihre letzte Abrechnung. Liegt Ihr Preis bei 40 Cent oder höher, steigen die Kosten entsprechend (bei 40 Cent kostet die Stunde Volllast bereits 0,80 €).
Fazit und Warnung
Heizlüfter sind Direktheizgeräte und im Vergleich zu Gasheizungen, Wärmepumpen oder Fernwärme extrem teuer.
- Gasheizung: ca. 10–12 Cent pro kWh Wärme.
- Heizlüfter: ca. 35–40 Cent pro kWh Wärme.
Heizlüfter sollten daher nur als Notlösung oder zum sehr kurzzeitigen Aufwärmen kleiner Räume (z. B. Badezimmer) genutzt werden, da sie die Stromrechnung massiv in die Höhe treiben können.