Was kann man tun, wenn die Neujahrsbrezel bereits hart geworden ist?
Es ist schade, wenn die Neujahrsbrezel trocken geworden ist, aber kein Grund, sie wegzuwerfen! Da sie aus einem süßen Hefeteig besteht, lässt sie sich wunderbar „retten“ oder zu neuen Leckereien verarbeiten.
Hier sind die besten Möglichkeiten:
1. Kurzfristiges „Wiederbeleben“
Wenn die Brezel nur etwas zäh oder trocken ist, kannst du sie wieder weich machen:
- Der Wasser-Trick: Bestreiche die Brezel leicht mit Wasser (oder Milch) und backe sie für 5–8 Minuten bei ca. 150 °C im Ofen auf. Sie wird außen knusprig und innen wieder weich.
- Die Mikrowelle: Wickle ein Stück Brezel in ein feuchtes Küchentuch und erhitze es für 10–20 Sekunden. Das macht sie sofort wieder weich (muss aber direkt gegessen werden, da sie beim Abkühlen sonst noch härter wird).
- Toasten: Schneide die Brezel in Scheiben und röste sie im Toaster. Mit viel Butter und Marmelade schmeckt das fast besser als frisch.
2. Der Klassiker: Arme Ritter (French Toast)
Das ist die wohl beste Verwertung für alten Hefeteig:
- Schneide die Brezel in dicke Scheiben.
- Verquirle Milch, Eier, eine Prise Salz und etwas Vanillezucker.
- Tauche die Scheiben in die Mischung, bis sie sich vollgesogen haben.
- Brate sie in Butter goldbraun an und wende sie anschließend in einer Zucker-Zimt-Mischung.
3. Ofenschlupfer oder Scheiterhaufen
Ein warmer Auflauf, der perfekt für kalte Januartage ist:
- Brezel in Scheiben oder Würfel schneiden.
- In einer Auflaufform abwechselnd mit Apfelscheiben (und Rosinen, falls mag) schichten.
- Eierguss (Milch, Sahne, Eier, Zucker, Zimt) darüber gießen.
- Im Ofen backen, bis der Guss gestockt und die Oberfläche knusprig ist. Mit Vanillesauce servieren.
4. Süße Croutons
Ideal als Topping für Milchreis, Grießbrei oder Joghurt:
- Brezel in kleine Würfel schneiden.
- In einer Pfanne mit etwas Butter und Zucker rundherum rösten, bis sie karamellisieren.
5. Süße Semmelknödel
Anstatt salziger Semmeln kannst du die Brezel für süße Knödel nutzen:
- Würfeln und mit warmer Milch einweichen.
- Ei und etwas Mehl oder Quark dazu, um einen formbaren Teig zu erhalten.
- Kleine Knödel formen, in siedendem Wasser gar ziehen lassen und in Bröselbutter wälzen. Dazu passt Kompott.
6. Süßes Paniermehl
Wenn die Brezel wirklich steinhart ist:
- Reibe sie fein oder zerkleinere sie im Mixer.
- Dieses „süße Paniermehl“ kannst du zum Ausstreuen von Kuchenformen verwenden oder mit Butter vermischt als Boden für einen Cheesecake (Kühlschranktorte) nutzen.
Kleiner Tipp für das nächste Mal: Hefeteig hält sich länger frisch, wenn man ihn in einen sauberen Stoffbeutel wickelt und diesen in eine Plastiktüte steckt oder die Brezel direkt nach dem Kauf portionsweise einfriert.