Was kann man gegen starke Schmerzen beim Epilieren tun?
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Starke Schmerzen beim Epilieren sind vor allem am Anfang völlig normal, da die Haare samt Wurzel herausgezogen werden. Mit der richtigen Technik und Vorbereitung lässt sich der Schmerz jedoch deutlich lindern.
Hier sind die besten Tipps, unterteilt in Vorbereitung, Anwendung und Nachsorge:
1. Die richtige Vorbereitung
- Warmes Wasser: Dusche oder bade vorher warm. Das öffnet die Poren und macht die Haut weicher, wodurch sich die Haare leichter lösen.
- Peeling: Benutze einen Peeling-Handschuh oder ein Duschpeeling. Das entfernt abgestorbene Hautschüppchen, richtet die Haare auf und verhindert das Einwachsen.
- Die richtige Haarlänge: Die Haare sollten weder zu kurz noch zu lang sein (ideal sind 3 bis 5 mm). Sind sie zu lang, ziept es mehr; sind sie zu kurz, greift das Gerät nicht richtig. Wenn nötig, stutze die Haare vorher mit einem Trimmer.
2. Während des Epilierens
- Haut straff ziehen: Das ist der wichtigste Tipp! Ziehe die Haut mit der freien Hand ganz fest. Wenn die Haut gespannt ist, kann der Epilierer die Haare besser greifen und zwickt nicht in die Hautoberfläche.
- Nass-Epilieren: Falls dein Gerät wasserdicht ist, epiliere in der Badewanne oder unter der Dusche. Das warme Wasser wirkt leicht betäubend.
- Gegen die Wuchsrichtung: Führe den Epilierer ohne Druck langsam gegen die Haarwuchsrichtung.
- Kühlen: Manche Epilierer haben Kühlakkus. Falls nicht, kannst du die Hautstelle kurz vorher mit einem Eiswürfel oder einem Kühlpad kühlen (danach aber gut abtrocknen, außer beim Nass-Epilieren).
- Massagerollen: Viele moderne Geräte haben Massage-Aufsätze, die die Haut stimulieren und das Schmerzempfinden überlagern.
3. Der richtige Zeitpunkt
- Abends epilieren: Die Haut ist nach dem Epilieren oft gerötet und gereizt. Über Nacht hat sie Zeit, sich zu beruhigen.
- Zyklus beachten: Viele Frauen sind kurz vor und während ihrer Periode schmerzempfindlicher. Epiliere am besten in der Mitte des Zyklus oder kurz nach der Periode.
4. Nachbereitung
- Beruhigung: Trage ein alkoholfreies Aloe-Vera-Gel, eine Lotion mit Panthenol oder eine spezielle After-Shave-Lotion für empfindliche Haut auf.
- Kein Parfüm: Vermeide direkt nach dem Epilieren Produkte mit Alkohol oder starken Duftstoffen, da diese brennen können.
- Desinfektion: Um kleine rote Pünktchen (Entzündungen) zu vermeiden, kann ein sanftes Desinfektionsmittel für die Haut helfen.
5. Langfristige Strategie
- Regelmäßigkeit: Je öfter du epilierst, desto schmerzfreier wird es. Die Haare werden mit der Zeit feiner, die Wurzeln schwächer und die Haut gewöhnt sich an den Reiz. Wenn du alle 2–4 Wochen epilierst, ziept es kaum noch.
- Betäubungscreme (Notlösung): Für extrem empfindliche Stellen (wie die Bikinizone) gibt es in der Apotheke frei verkäufliche Betäubungscremes (z. B. mit Lidocain/Prilocain wie Emla). Diese müssen ca. 30-60 Minuten einwirken. Das sollte aber die Ausnahme bleiben.
Zusammengefasst: Die Kombination aus Wärme, Haut straff ziehen und Regelmäßigkeit macht den größten Unterschied. Nach den ersten 3 bis 4 Anwendungen wird es meist deutlich angenehmer!