Was kann man gegen laute Flattergeräusche einer Abdeckplane bei Wind unternehmen?
Das laute Knattern und Flattern einer Abdeckplane (der sogenannte „Peitscheneffekt“) entsteht, wenn Wind unter die Plane gelangt oder wenn lose Bereiche der Plane im Luftstrom vibrieren. Das ist nicht nur nervig, sondern führt auch dazu, dass die Plane schneller reißt oder Ösen ausbrechen.
Hier sind die effektivsten Maßnahmen, um eine Plane zu bändigen:
1. Spannung erhöhen (Der wichtigste Punkt)
Eine Plane flattert nur, wenn sie Spiel hat. Je straffer sie sitzt, desto weniger Geräusche macht sie.
- Expanderseile (Gummispanner) statt starrer Seile: Verwenden Sie elastische Spanngummis mit Haken. Diese halten die Plane unter dauerhafter Spannung, puffern Windböen ab und verhindern, dass sich das Material lockert.
- Ratschengurte: Für große Planen (z. B. auf Booten oder Holzstapeln) sind Spanngurte aus dem LKW-Bedarf ideal, um massiven Druck aufzubauen.
2. Windangriffsfläche minimieren
Der Wind darf keine Möglichkeit haben, unter die Plane zu greifen.
- Kanten umschlagen: Rollen Sie überstehendes Material ein, anstatt es lose hängen zu lassen.
- Bündig abschließen: Die Plane sollte so eng wie möglich am Objekt anliegen. Wenn möglich, die Unterkante mit Steinen, Sandsäcken oder Holzbalken beschweren, damit kein Wind „hineinfahren“ kann.
- Die „Wurst-Methode“: Wenn die Plane viel zu groß ist, raffen Sie den überschüssigen Stoff zusammen und binden ihn mit Kabelbindern oder Schnur fest zu einem Wulst zusammen.
3. Zusätzliche Fixierungspunkte schaffen
Oft sitzen die Ösen nicht dort, wo man sie braucht.
- Planenklammern (Clip-Fix): Es gibt spezielle Kunststoffklammern, die man an jeder beliebigen Stelle der Plane festschrauben kann. So können Sie auch in der Mitte der Fläche Spannpunkte setzen.
- Der Tennisball-Trick: Wenn Sie keine Klammern haben, legen Sie einen Tennisball (oder einen glatten Stein) unter die Plane, umschließen ihn von außen mit dem Stoff und binden eine Schnur fest um den „Hals“ unter dem Ball. Nun haben Sie einen bombenfesten Anschlagpunkt für ein Seil.
4. Gewicht auf die Fläche bringen
Wenn die Plane auf einer großen Fläche (z. B. einem Pool oder einem Dach) aufliegt und dort flattert:
- Alte Reifen oder Sandsäcke: Legen Sie Gewichte direkt auf die flatternden Zonen.
- Wasserkanister: Binden Sie halbvolle Wasserkanister an die Seitenwände der Plane. Das Gewicht zieht die Plane nach unten, ist aber flexibel genug, um bei Sturm nicht starr zu reißen.
5. Aerodynamik verbessern (Luft entweichen lassen)
Manchmal hilft es, den Druck abzulassen:
- Luv und Lee beachten: Sichern Sie die Seite, aus der der Wind meistens kommt (Luv), besonders dicht. Auf der abgewandten Seite (Lee) kann eine kleine Öffnung helfen, damit eingedrungene Luft entweichen kann, statt die Plane wie einen Ballon aufzupumpen.
6. Mechanischer Schutz (Dämpfung)
- Polsterung an Ecken: Wenn die Plane über scharfe Kanten gespannt ist, vibriert sie dort wie eine Gitarrensaite. Legen Sie Schaumstoff, alte Handtücher oder aufgeschnittene Poolnudeln über die Ecken des Objekts, bevor Sie die Plane darüberziehen. Das dämpft die Vibrationen und schützt das Material.
Zusammengefasst: Die beste Lösung ist eine Kombination aus elastischen Spannern (für konstanten Zug) und dem Beschweren der Kanten, damit kein Wind unter die Plane gelangt. Wenn es immer noch knallt, sitzt die Plane schlicht zu locker.