Welche Geräusche sind beim Betrieb einer Induktionsplatte normal?

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Beim Kochen mit Induktion entstehen Geräusche, die bei herkömmlichen Elektro- oder Gasherden so nicht vorkommen. Das ist technisch bedingt und in den meisten Fällen völlig normal.

Hier sind die häufigsten Geräusche und ihre Ursachen:

1. Summen oder Brummen

Dies ist das am häufigsten auftretende Geräusch.

  • Ursache: Es entsteht durch die elektromagnetischen Schwingungen, die auf den Boden des Kochgeschirrs übertragen werden. Besonders bei hohen Leistungsstufen (z. B. Boost-Funktion) ist dieses Brummen deutlich hörbar.
  • Einflussfaktor: Die Qualität des Topfes spielt eine große Rolle. Töpfe, die aus verschiedenen Metallschichten (Sandwich-Boden) bestehen, neigen eher zum Brummen als Töpfe aus massivem Gusseisen oder emailliertem Stahl.

2. Lüftergeräusch

Induktionskochfelder enthalten empfindliche Elektronik, die vor Überhitzung geschützt werden muss.

  • Ursache: Ein eingebauter Lüfter kühlt die Spulen und die Elektronik. Dieser springt oft schon kurz nach dem Einschalten an und läuft meistens auch nach dem Ausschalten noch einige Minuten weiter, bis das Gerät abgekühlt ist.

3. Klicken oder Ticken

  • Ursache: Das ist das Geräusch der elektronischen Schaltung (Relais). Besonders bei niedrigen Leistungsstufen wird die Energie oft nicht kontinuierlich, sondern in kurzen Impulsen abgegeben. Das Kochfeld schaltet sich also ständig im Sekundentakt an und aus, um eine niedrige Temperatur zu halten.

4. Pfeifen oder Fiepen

  • Ursache: Diese hohen Töne entstehen oft, wenn Kochgeschirr aus unterschiedlichen Materialschichten verwendet wird. Die Schichten können in Resonanz geraten und wie eine Stimmgabel schwingen.
  • Einflussfaktor: Wenn zwei Töpfe gleichzeitig auf benachbarten Zonen stehen, können sich die Schwingungen überlagern und ein Pfeifen erzeugen. Auch die Form und das Material des Topfes sind entscheidend.

5. Knacken oder Knistern

  • Ursache: Das liegt meistens am Kochgeschirr selbst. Wenn sich der Topf oder die Pfanne erhitzt, dehnen sich die Materialien aus. Wenn Verunreinigungen oder Wassertropfen zwischen Kochfeld und Topfboden sind, kann es ebenfalls zu knisternden Geräuschen kommen.

Was beeinflusst die Lautstärke?

Die Geräuschkulisse hängt stark von Ihrer Ausstattung ab:

  • Das Kochgeschirr: Hochwertiges, schweres Geschirr (idealerweise aus einem Guss) ist meist deutlich leiser als günstiges Geschirr mit aufgeklebtem Boden.
  • Füllmenge: Ein leerer Topf ist lauter als ein voller.
  • Position: Der Topf sollte genau mittig auf der Kochzone stehen.
  • Bodenbeschaffenheit: Ein unebener Topfboden vibriert stärker auf der Glasplatte.

Wann sollten Sie hellhörig werden?

Normalerweise sind die Geräusche gleichmäßig. Wenn das Kochfeld jedoch extrem laut rattert, verschmort riecht oder Fehlermeldungen im Display anzeigt, könnte ein Defekt am Lüfter oder der Elektronik vorliegen.

Fazit: Wenn es summt, klickt oder der Lüfter läuft, ist das in der Regel ein Zeichen dafür, dass die Technik ordnungsgemäß arbeitet.

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