Was ist der Unterschied zwischen einem Benzin- und einem Gas-Sturmfeuerzeug?
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Der Hauptunterschied zwischen einem Benzin-Sturmfeuerzeug (klassisch: Zippo) und einem Gas-Sturmfeuerzeug (meist Jet-Flame) liegt in der Art der Verbrennung, der Handhabung und der Flammenform.
Hier sind die Details im Vergleich:
1. Die Funktionsweise und Flamme
- Benzinfeuerzeug: Ein Docht saugt das im Gehäuse gespeicherte Benzin (durch Watte gehalten) nach oben. Durch Reibung an einem Feuerstein entstehen Funken, die den getränkten Docht entzünden. Es entsteht eine weiche, gelbe Flamme, die wie eine Kerzenflamme flackert.
- Gasfeuerzeug (Sturmversion): Hier wird Butangas unter hohem Druck durch eine feine Düse gepresst und meist mit Luft vermischt. Es entsteht eine blaue, laserartige "Jet-Flamme" (Brenner-Effekt), die sehr heiß und völlig unempfindlich gegen Wind ist.
2. Windbeständigkeit
- Benzinfeuerzeug: Die Windfestigkeit wird durch einen perforierten Metallkamin um den Docht herum erreicht. Der Kamin bricht den Wind, sodass die Flamme im Inneren weiterbrennen kann. Es ist sehr zuverlässig bei starkem Wind, kann aber bei extremen Böen ausgehen.
- Gas-Sturmfeuerzeug: Die Flamme ist durch den hohen Druck des austretenden Gases so stabil, dass man sie kaum ausblasen kann. Es funktioniert wie ein kleiner Schweißbrenner.
3. Geruch und Geschmack
- Benzinfeuerzeug: Benzin hat einen sehr charakteristischen, strengen Eigengeruch. Viele Nutzer schätzen das "Zippo-Aroma", aber für Zigarrenraucher oder Pfeifenraucher ist es oft ungeeignet, da der Benzin-Beigeschmack den Tabakgeschmack verfälschen kann.
- Gasfeuerzeug: Butangas verbrennt absolut geruchs- und geschmacksneutral. Daher sind Gas-Sturmfeuerzeuge die erste Wahl für Genießer von hochwertigen Tabakwaren.
4. Wartung und Lagerung
- Benzinfeuerzeug: Benzin ist flüchtig. Das bedeutet, selbst wenn man das Feuerzeug nicht benutzt, verdunstet das Benzin nach ca. 1–2 Wochen (je nach Dichtigkeit des Gehäuses). Man muss es also regelmäßig auffüllen. Zudem müssen gelegentlich der Docht und der Feuerstein gewechselt werden.
- Gasfeuerzeug: Das Tanksystem ist in der Regel luftdicht verschlossen. Das Gas bleibt über Monate oder sogar Jahre im Tank. Ein Gasfeuerzeug ist also auch nach langer Zeit in der Schublade sofort einsatzbereit.
5. Zuverlässigkeit bei Kälte
- Benzinfeuerzeug: Ein klarer Sieger bei Kälte. Benzin entzündet sich auch bei Minusgraden problemlos.
- Gasfeuerzeug: Gas (Butan) verflüssigt sich bei Kälte und verliert den Druck. Ein eiskaltes Gasfeuerzeug funktioniert oft erst wieder, wenn man es in der Hand oder Hosentasche aufgewärmt hat.
Zusammenfassung: Was ist besser für wen?
| Merkmal | Benzin-Sturmfeuerzeug | Gas-Sturmfeuerzeug (Jet) |
|---|---|---|
| Flamme | Weich, gelb | Hart, blau, sehr heiß |
| Geruch | Deutlicher Benzingeruch | Geruchsneutral |
| Haltbarkeit Füllung | Kurz (verdunstet) | Lang (dichtes System) |
| Kälteresistenz | Sehr gut | Mäßig |
| Kultfaktor | Hoch (Zippo-Klicken) | Eher funktional |
| Ideal für... | Outdoor, Sammler, Alltagsnutzung | Zigarren, Grillanzünden, Silvester |
Tipp: Es gibt heutzutage für klassische Zippo-Gehäuse auch Gas-Einsätze (Jet-Inserts). So hat man das Gehäuse und das Klicken eines Benzinfeuerzeugs, aber die Technik eines Gas-Sturmfeuerzeugs.