Was ist bei der maximalen Stützlast der Anhängerkupplung für Fahrradträger zu beachten?

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Bei der Nutzung eines Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung (AHK) ist die maximale Stützlast einer der kritischsten Sicherheitsfaktoren. Wenn du diese überschreitest, riskierst du nicht nur Bußgelder, sondern auch schwere Unfälle oder Schäden am Fahrzeug.

Hier ist eine Checkliste, worauf du genau achten musst:

1. Welcher Wert zählt? (Die "Schwächster-Glied-Regel")

Es gibt zwei Werte für die Stützlast:

  • Vom Auto: Steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) unter Punkt 13.
  • Von der Anhängerkupplung: Steht auf dem Typenschild direkt an der Kupplung.

Wichtig: Es gilt immer der niedrigere der beiden Werte! Wenn dein Auto 75 kg darf, die Kupplung aber nur 50 kg, dann sind 50 kg dein Limit.

2. Die richtige Berechnung

Viele machen den Fehler, nur das Gewicht der Fahrräder zu zählen. Die Rechnung muss aber lauten:

Eigengewicht des Fahrradträgers + Gewicht aller Fahrräder + Zubehör = Gesamtstützlast

Beispiel:

  • Träger: 18 kg
  • E-Bike 1: 25 kg
  • E-Bike 2: 25 kg
  • Gesamt: 68 kg. (Hier würde eine 50-kg-Stützlast bereits massiv überschritten).

3. Besonderheit E-Bikes

E-Bikes sind deutlich schwerer als herkömmliche Räder.

  • Tipp: Nimm vor der Fahrt die Akkus ab und transportiere sie im Kofferraum. Das spart pro Rad oft 2,5 bis 4 kg und entlastet die Stützlast sowie die Haltearme des Trägers.
  • Entferne auch schweres Zubehör wie Schlösser, Körbe oder Luftpumpen.

4. Der Hebelarm-Effekt (D-Wert)

Ein Fahrradträger belastet die Kupplung anders als ein Anhänger. Während ein Anhänger nur "drückt", erzeugt ein Fahrradträger durch die Ausladung nach hinten eine Hebelwirkung (Drehmoment).

  • Einige Hersteller von Anhängerkupplungen geben in der Anleitung an, dass die maximale Stützlast bei Fahrradträgern (wegen des Hebels) geringer ist als beim Anhängerbetrieb.
  • Achte darauf, das schwerste Fahrrad immer so nah wie möglich am Auto (auf der ersten Schiene) zu montieren, um den Hebelarm klein zu halten.

5. Was passiert bei Überladung?

  • Lenkung: Die Vorderachse des Autos wird entlastet. Das Auto lenkt schlechter ein, und die Räder können bei Nässe schneller die Haftung verlieren.
  • Bruchgefahr: Im schlimmsten Fall kann der Kugelkopf der Anhängerkupplung abbrechen oder die Verankerung am Fahrzeugrahmen Schaden nehmen (besonders bei Schlaglöchern, wo enorme Kräfte wirken).
  • Versicherung: Bei einem Unfall durch Überladung kann die Versicherung die Zahlung verweigern oder dich in Regress nehmen.
  • Bußgelder: Bei Kontrollen drohen Bußgelder und du musst evtl. Fahrräder vor Ort abladen und stehen lassen.

6. Wo finde ich die Angaben?

  • Fahrzeugschein: Feld 13.
  • Typenschild der AHK: Aufkleber oder Prägung in der Nähe des Kugelkopfes oder an der Steckdose.
  • Bedienungsanleitung des Trägers: Hier steht oft auch die maximale Zuladung pro Schiene (z. B. oft max. 30 kg pro Rad bei E-Bike-Trägern).

Zusammenfassung:

Bevor du startest: Wiege deine Räder (ohne Akku) und schaue auf das Typenschild deiner AHK. Wenn du einen Träger für 3 oder 4 Fahrräder nutzt, ist die Stützlast bei fast allen Mittelklasse-PKW das Nadelöhr – hier musst du besonders genau rechnen!

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