Was hilft gegen Hautirritationen und Rötungen durch das Tragen von Damenbinden?

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Hautirritationen durch Damenbinden (oft als „Binden-Dermatitis“ bezeichnet) sind ein häufiges Problem. Sie entstehen meist durch Reibung, einen Hitzestau (Feuchtigkeit) oder allergische Reaktionen auf Duftstoffe und Plastikoberflächen.

Hier sind die besten Tipps zur akuten Linderung und zur langfristigen Vorbeugung:

1. Akute Hilfe bei gereizter Haut

Wenn die Haut bereits rot ist und brennt:

  • Zinksalbe: Sie wirkt entzündungshemmend und bildet eine Schutzbarriere gegen Feuchtigkeit. Ideal ist eine Wundschutzcreme für Babys.
  • Panthenol-Salbe (z. B. Bepanthen): Hilft der Haut, sich schneller zu regenerieren.
  • Sitzbäder mit Kamille: Wirken beruhigend und entzündungshemmend. (Einfach einen starken Kamillentee kochen und dem lauwarmen Wasser im Waschbecken oder einer Schüssel hinzufügen).
  • Luft ranlassen: Gönnen Sie der Haut Pausen. Tragen Sie nachts (wenn möglich) keine Binde oder schlafen Sie ohne Unterwäsche auf einem Handtuch, damit die Haut atmen kann.
  • Nur Wasser zur Reinigung: Benutzen Sie keine aggressiven Seifen oder Intimwaschlotionen. Lauwarmes Wasser reicht völlig aus, um den natürlichen Schutzmantel der Haut nicht weiter zu reizen.

2. Die richtige Produktwahl (Vorbeugung)

Oft ist das Material der Binde die Ursache:

  • Bio-Binden aus Baumwolle: Herkömmliche Binden haben oft eine Oberfläche aus Kunststoff, die die Haut schwitzen lässt. Wechseln Sie zu Binden aus 100 % Bio-Baumwolle (z. B. von Marken wie Einhorn, Natracare oder Eigenmarken aus der Drogerie). Diese sind atmungsaktiver.
  • Verzicht auf Duftstoffe: „Frischeduft“ in Binden ist eine häufige Ursache für Kontaktallergien. Achten Sie auf den Hinweis „parfümfrei“.
  • Öfter wechseln: Wechseln Sie die Binde spätestens alle 3 bis 4 Stunden, auch wenn sie noch nicht voll ist, um das feucht-warme Milieu (Bakterienwachstum!) zu minimieren.

3. Alternativen in Betracht ziehen

Wenn Binden generell zu Problemen führen, sind diese Alternativen oft hautschonender:

  • Menstruationsunterwäsche (Period Panties): Sie bestehen meist aus atmungsaktiver Baumwolle und fühlen sich an wie normale Unterwäsche. Es gibt kein Plastik, das reibt.
  • Menstruationstassen: Da das Blut im Inneren gesammelt wird, kommt die äußere Haut nicht mit Feuchtigkeit in Kontakt.
  • Stoffbinden: Diese sind waschbar, bestehen aus weichem Stoff und sind deutlich sanfter zur Haut als Einwegprodukte.

4. Allgemeine Tipps für die Zeit der Periode

  • Baumwollunterwäsche: Tragen Sie während der Periode lockere Baumwollschlüpfer. Synthetische Stoffe (Spitze, Polyester) fördern das Schwitzen.
  • Keine Slipeinlagen an „trockenen“ Tagen: Viele nutzen Slipeinlagen täglich, was die Haut chronisch reizen kann. Nutzen Sie diese nur, wenn es wirklich nötig ist.
  • Barriere-Creme: Wenn Sie wissen, dass Sie viel laufen müssen (Reibung!), können Sie vorab eine dünne Schicht Vaseline oder einen speziellen „Anti-Chafe-Stick“ auftragen, um die Reibung zu mindern.

Wann zum Arzt? Falls die Rötung stark juckt, kleine Bläschen bildet, unangenehm riecht oder weiße Beläge auftreten, könnte es sich um eine Pilzinfektion oder eine bakterielle Infektion handeln. In diesem Fall sollten Sie einen Termin in der Frauenarztpraxis vereinbaren.

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