Was genau ist Weizenmehl und woraus wird es gewonnen?

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Weizenmehl ist das Pulver, das durch das Mahlen von Weizenkörnern gewonnen wird. Es ist weltweit das am häufigsten verwendete Mehl zum Backen und Kochen.

Hier ist eine detaillierte Aufschlüsselung, was es genau ist und wie es entsteht:

1. Woraus wird es gewonnen?

Die Grundlage ist das Korn der Weizenpflanze (Triticum aestivum). Ein einzelnes Weizenkorn besteht aus drei Hauptbestandteilen:

  • Die Schale (Kleie): Die ballaststoffreiche äußere Hülle, die Mineralstoffe und Vitamine enthält.
  • Der Keimling: Das „Herz“ des Korns, das reich an Fetten, Vitaminen und Eiweiß ist (hieraus würde eine neue Pflanze wachsen).
  • Der Mehlkörper (Endosperm): Der größte Teil des Korns (ca. 80 %). Er besteht hauptsächlich aus Stärke und den Proteinen, die später das Gluten (Klebereiweiß) bilden.

2. Wie wird es hergestellt? (Der Mahlprozess)

In der Mühle wird das Weizenkorn gereinigt und dann zwischen Walzen zerkleinert. Je nachdem, wie viel vom Korn im Mehl landet, entstehen unterschiedliche Mehltypen:

  • Weißmehl (Auszugsmehl): Hierfür wird fast ausschließlich der helle Mehlkörper verwendet. Schale und Keimling werden ausgesiebt.
  • Vollkornmehl: Hier wird das gesamte Korn inklusive Schale und Keimling gemahlen.

3. Was bedeuten die Typenzahlen (z. B. Type 405)?

In Deutschland wird Weizenmehl nach dem Mineralstoffgehalt klassifiziert. Die Typenzahl gibt an, wie viele Milligramm Mineralstoffe in 100 Gramm trockenem Mehl enthalten sind.

  • Type 405 (Haushaltsmehl): Sehr hell, fein gemahlen. Enthält 405 mg Mineralstoffe pro 100 g. Es hat die besten Backeigenschaften für feine Kuchen und Kekse.
  • Type 550 (Backstark): Etwas griffiger, ideal für Brötchen, Pizza und Hefeteig.
  • Type 1050: Dunkler, kräftiger im Geschmack, gut für Mischbrote.
  • Vollkornmehl: Hat keine Typenzahl, da immer das ganze Korn enthalten ist (Mineralstoffgehalt liegt hier meist bei ca. 1700 mg oder höher).

4. Warum ist Weizenmehl so beliebt?

Der Hauptgrund ist das enthaltene Gluten (Klebereiweiß). Sobald Weizenmehl mit Wasser vermischt und geknetet wird, bildet das Gluten ein elastisches Netz.

  • Dieses Netz hält Gase (z. B. von Hefe oder Backpulver) im Teig fest.
  • Dadurch geht der Teig auf und wird locker, luftig und formstabil. Das macht Weizenmehl zum "König der Backmehle".

Zusammenfassung

Weizenmehl wird aus dem Samen des Weidengrases gewonnen. Es besteht primär aus Stärke und Protein. Während das helle Standardmehl (Type 405) vor allem Energie liefert, enthält das dunklere oder Vollkornmehl zusätzlich die gesunden Ballast- und Mineralstoffe aus der Schale des Korns.