Welche Schädlinge, wie etwa der Mehlkäfer, treten bei der Lagerung von Weizenmehl häufig auf?

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Bei der Lagerung von Weizenmehl gibt es eine Reihe von Schädlingen, die sowohl in Privathaushalten als auch in Silos und Bäckereien auftreten können. Man unterscheidet dabei meist zwischen Käfern, Motten und Milben.

Hier sind die häufigsten Schädlinge neben dem von dir genannten Mehlkäfer:

1. Mehlmotten (Ephestia kuehniella)

Die Mehlmotte ist wohl der bekannteste Schädling in der Küche.

  • Aussehen: Die Falter sind silbergrau mit dunklen Zickzacklinien.
  • Schadbild: Nicht die Falter fressen das Mehl, sondern ihre Larven (Raupen). Das deutlichste Anzeichen sind klebrige Gespinste (weiße Fäden), die das Mehl verklumpen lassen. Das Mehl wird dadurch unbrauchbar und beginnt zu muffeln.

2. Dörrobstmotten (Plodia interpunctella)

Obwohl sie "Dörrobstmotte" heißt, ist sie extrem anpassungsfähig und befällt sehr häufig Mehl, Müsli und Getreideprodukte.

  • Aussehen: Die Falter haben charakteristische zweifarbige Flügel (vorne hellgrau, hinten kupferrot/dunkelbraun).
  • Schadbild: Ähnlich wie bei der Mehlmotte durch Verunreinigung mit Gespinsten und Kot.

3. Reismehlkäfer (Tribolium-Arten)

Diese Käfer sind sehr klein und daher oft schwer zu entdecken.

  • Aussehen: Etwa 3–4 mm lang, rotbraun und länglich.
  • Schadbild: Bei einem starken Befall verfärbt sich das Mehl bräunlich oder grau, riecht stechend (gasartig/chemisch) und schmeckt bitter. Dies liegt an Sekreten, die die Käfer abgeben.

4. Brotkäfer (Stegobium paniceum)

Er gehört zur Familie der Nagekäfer und ist extrem widerstandsfähig.

  • Aussehen: Sehr klein (2–3 mm), oval, rotbraun und fein behaart.
  • Besonderheit: Er kann sich durch Verpackungen (Papier, Pappe, dünnes Plastik) hindurchfressen. Man erkennt den Befall oft an winzigen, kreisrunden Löchern in der Verpackung.

5. Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis)

  • Aussehen: Sehr schmal, flach und braun, etwa 2,5–3,5 mm lang.
  • Schadbild: Er bevorzugt Getreideprodukte, die bereits leicht beschädigt oder feucht sind. Durch seine flache Form kann er in kleinste Ritzen von Vorratsbehältern eindringen.

6. Mehlmilben (Acarus siro)

Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, fallen aber durch die Veränderung des Mehls auf.

  • Aussehen: Winzige, weißliche Punkte (unter 0,5 mm).
  • Schadbild: Das Mehl bekommt eine sandige Konsistenz und einen charakteristischen, süßlich-muffigen Geruch. Wenn man eine Schicht Mehl glatt streicht und sie nach kurzer Zeit wieder uneben wird ("lebender Staub"), deutet das auf Milben hin. Sie treten vor allem bei zu hoher Luftfeuchtigkeit auf.

Woran erkennt man einen Befall?

  • Gespinste: Klumpen oder Fäden im Mehl (Motten).
  • Geruch: Muffig, ranzig oder stechend-chemisch.
  • Verfärbung: Das Mehl wirkt gräulich oder bräunlich.
  • Löcher: Kleine Einstichstellen in Papier- oder Plastiktüten.
  • Krabbelnde Insekten: Oft sichtbar am Rand von Gefäßen oder im Deckelbereich.

Was tun bei Befall?

  1. Entsorgen: Befallene Lebensmittel sollten sofort in der Mülltonne (außerhalb der Wohnung) entsorgt werden.
  2. Reinigen: Schränke gründlich aussaugen (Beutel danach wegwerfen) und mit Essigwasser auswischen. Ritzen eventuell mit einem Föhn heiß ausblasen (tötet Eier ab).
  3. Prävention: Mehl nach dem Kauf in fest schließende Glas- oder Kunststoffbehälter umfüllen. Papiertüten bieten keinen Schutz gegen Schädlinge wie den Brotkäfer oder Mottenlarven.
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