Was genau ist ein Epilierer und wie funktioniert er?

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Ein Epilierer ist ein elektrisches Gerät zur Haarentfernung, das die Haare mitsamt der Wurzel aus der Haut zieht. Im Gegensatz zu einem Rasierer, der das Haar nur an der Hautoberfläche abschneidet, sorgt ein Epilierer für ein deutlich länger anhaltendes Ergebnis, da das Haar komplett neu nachwachsen muss.

Hier ist eine detaillierte Erklärung, wie er funktioniert und was man darüber wissen sollte:

1. Wie funktioniert ein Epilierer technisch?

Das Herzstück eines Epilierers ist sein rotierender Kopf. Auf dieser Walze befinden sich viele kleine Pinzetten (meist aus Metall oder Keramik).

  • Rotation: Wenn das Gerät eingeschaltet wird, dreht sich die Walze sehr schnell.
  • Greifen: Während der Rotation öffnen und schließen sich die Pinzetten mechanisch. Wenn sie über die Haut geführt werden, erfassen sie die hervorstehenden Härchen.
  • Zupfen: Sobald eine Pinzette ein Haar gegriffen hat, zieht die fortlaufende Drehbewegung der Walze das Haar mit hoher Geschwindigkeit aus der Follikelöffnung.
  • Loslassen: Sobald das Haar entfernt ist, öffnet sich die Pinzette wieder, um das Haar auszuwerfen und bereit für das nächste zu sein.

Man kann sich das Gerät also wie viele Pinzetten gleichzeitig vorstellen, die in extrem hohem Tempo arbeiten.

2. Der Unterschied zum Rasieren und Wachsen

  • Gegenüber Rasieren: Da die Wurzel entfernt wird, bleibt die Haut nicht nur 1–2 Tage, sondern meist 2 bis 4 Wochen glatt. Zudem wachsen die Haare weicher nach, da sie keine harte Schnittkante haben (keine Stoppeln).
  • Gegenüber Wachsen/Sugaring: Ein Epilierer ist oft praktischer für zu Hause und kann bereits sehr kurze Haare (ab ca. 0,5 mm) erfassen, während Haare beim Wachsen oft erst eine gewisse Länge (ca. 2-5 mm) erreichen müssen.

3. Vorteile des Epilierens

  • Langanhaltende Glätte: Wochenlang Ruhe vor lästigen Härchen.
  • Dünneres Nachwachsen: Bei regelmäßiger Anwendung werden die Haarfollikel oft geschwächt, wodurch die Haare feiner und weniger dicht nachwachsen.
  • Kosteneffizient: Einmalige Anschaffung des Geräts, keine laufenden Kosten für Klingen oder Wachsstreifen.

4. Nachteile und Herausforderungen

  • Schmerzfaktor: Da Haare mit der Wurzel ausgerissen werden, ist der Vorgang (besonders bei den ersten Malen) schmerzhaft. Mit der Zeit gewöhnt sich die Haut jedoch daran.
  • Hautreizungen: Direkt nach dem Epilieren entstehen oft kleine rote Punkte. Diese verschwinden meist über Nacht.
  • Eingewachsene Haare: Da die Haare feiner nachwachsen, haben sie es manchmal schwerer, die Hautoberfläche zu durchbrechen, und können einwachsen.

5. Tipps für die Anwendung

  • Peeling: Ein Körperpeeling vor dem Epilieren entfernt abgestorbene Hautschuppen und beugt eingewachsenen Haaren vor.
  • Richtiger Zeitpunkt: Am besten abends epilieren, damit sich die Haut über Nacht regenerieren kann.
  • Wärme: Viele moderne Epilierer sind wasserdicht (Wet & Dry). Das Epilieren in der Badewanne oder unter der Dusche ist meist schmerzfreier, da die Wärme die Poren öffnet.
  • Haut straffen: Man sollte die Haut mit der freien Hand straff ziehen, damit der Epilierer die Haare besser greifen kann und die Haut nicht eingezwickt wird.
  • Winkel: Das Gerät sollte meist in einem 90-Grad-Winkel zur Haut gehalten und gegen die Haarwuchsrichtung geführt werden.

Zusammenfassend: Ein Epilierer ist ein effektives Werkzeug für alle, die eine langanhaltend glatte Haut wollen und bereit sind, dafür anfangs ein gewisses Ziepen in Kauf zu nehmen.

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