Warum bricht der Epilierer die Haare ab, anstatt sie mit der Wurzel zu entfernen?
Dass ein Epilierer Haare abbricht, statt sie samt Wurzel zu entfernen, ist ein häufiges Problem. Das Ergebnis ist dann oft frustrierend, weil sich die Haut bereits nach ein paar Tagen wieder stoppelig anfühlt – ähnlich wie nach dem Rasieren.
Hier sind die Hauptgründe, warum das passiert, und was du dagegen tun kannst:
1. Zu schnelle Bewegung
Dies ist der häufigste Fehler. Wenn du den Epilierer zu schnell über die Haut führst, haben die Pinzetten nicht genug Zeit, das Haar fest zu greifen und kontrolliert herauszuziehen. Stattdessen „reißen“ sie am Haar, wodurch es oberhalb der Wurzel abknickt.
- Lösung: Führe das Gerät ganz langsam und ohne Druck über die Haut. Ein ganzer Unterschenkel sollte etwa 15 Minuten dauern.
2. Die Haare sind zu lang
Wenn die Haare länger als 5 mm sind, neigen sie dazu, sich zu biegen oder zu verheddern. Die Pinzetten greifen dann nicht am Ansatz, sondern weiter oben, was die Hebelwirkung erhöht und das Haar brechen lässt.
- Lösung: Die ideale Länge liegt bei 2 bis 5 mm. Wenn die Haare länger sind, trimme sie vorher oder rasiere sie und warte etwa eine Woche mit dem Epilieren.
3. Falscher Winkel
Ein Epilierer arbeitet am effizientesten, wenn er im richtigen Winkel zur Haut steht. Wenn das Gerät zu schräg gehalten wird, erfassen die Pinzetten das Haar in einem ungünstigen Winkel und scheren es eher ab, als es zu ziehen.
- Lösung: Halte den Epilierer immer in einem 90-Grad-Winkel (senkrecht) zur Hautoberfläche.
4. Zu trockene oder spröde Haare
Wenn das Haar selbst nicht elastisch genug ist, bricht es leichter. Das passiert oft bei sehr trockener Haut oder wenn die Haare durch Umwelteinflüsse brüchig sind.
- Lösung: Pflege deine Haut regelmäßig mit Feuchtigkeit (aber nicht unmittelbar vor dem Epilieren!). Ein Peeling am Vortag entfernt abgestorbene Hautschüppchen und richtet die Haare auf.
5. Fettfilm auf der Haut
Wenn die Haut cremig oder verschwitzt ist, rutschen die Pinzetten am Haar ab. Sie bekommen keinen festen „Grip“ und gleiten am Haarschaft entlang, bis sie ihn nur noch oberflächlich erwischen und abbrechen.
- Lösung: Die Haut muss vor dem Epilieren fettfrei und komplett trocken sein (außer du nutzt einen Wet&Dry-Epilierer unter Wasser). Babypuder auf der Haut hilft, Feuchtigkeit zu binden und macht die Haare griffiger.
6. Qualität und Zustand des Geräts
Mit der Zeit können die Pinzetten eines Epilierers ausleiern oder durch Hautfett und feine Härchen verkleben. Wenn sie nicht mehr präzise schließen, verlieren sie den Halt am Haar.
- Lösung: Reinige den Epilierkopf nach jeder Anwendung gründlich mit einer Bürste und Alkohol. Wenn das Gerät schon viele Jahre alt ist, könnten die Pinzetten schlichtweg abgenutzt sein.
7. Die Wuchsrichtung missachtet
Epilierer sind darauf ausgelegt, gegen die Wuchsrichtung geführt zu werden. Arbeitest du in Wuchsrichtung, werden die Haare oft nur flachgedrückt oder unsauber erfasst.
- Lösung: Fahre immer gegen die Haarwuchsrichtung (meistens von unten nach oben).
Zusammenfassend: Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du die Haut am Vortag peelst, sie vor der Anwendung gründlich reinigst und trocknest, den Epilierer im 90-Grad-Winkel hältst und ihn extrem langsam bewegst.