Was bedeutet die Bezeichnung „Malossol“ auf einer Kaviardose?

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Die Bezeichnung „Malossol“ kommt aus dem Russischen (малосол) und bedeutet wörtlich übersetzt „wenig Salz“ oder „mild gesalzen“.

Hier sind die wichtigsten Details dazu, was das für den Kaviar bedeutet:

1. Der Salzgehalt

Bei Kaviar mit der Kennzeichnung „Malossol“ liegt der Salzgehalt in der Regel zwischen 2,8 % und maximal 4 % (selten bis 5 %). Zum Vergleich: Früher wurde Kaviar oft viel stärker gesalzen (bis zu 10 %), um ihn auch ohne moderne Kühlung haltbar zu machen. Das machte ihn jedoch sehr salzig und überdeckte das feine Eigenaroma.

2. Qualitätsmerkmal

„Malossol“ gilt heute als ein entscheidendes Qualitätsmerkmal. Nur hochwertiger, frischer Kaviar, dessen Rogen (Eier) eine feste und unbeschädigte Hülle haben, kann auf diese milde Weise verarbeitet werden. Das Salz dient hierbei nur zur leichten Konservierung und zur Geschmacksunterstützung, nicht als Hauptkonservierungsmittel.

3. Der Geschmack

Da weniger Salz verwendet wird, bleibt der natürliche, nussige und feine Geschmack des Störrogens im Vordergrund. Der Kaviar schmeckt frischer und cremiger als stark gesalzene Varianten.

4. Haltbarkeit und Lagerung

Durch den geringen Salzgehalt ist Malossol-Kaviar ein sehr empfindliches Frischeprodukt.

  • Er muss konstant gekühlt werden (ideal sind -2 °C bis +2 °C).
  • Einmal geöffnet, sollte die Dose innerhalb weniger Tage verzehrt werden.

Wichtiger Hinweis:

„Malossol“ ist keine Sorte (wie Beluga, Ossietra oder Sevruga), sondern beschreibt lediglich die Art der Zubereitung. Fast jeder hochwertige Kaviar, den man heute im Fachhandel kauft, ist nach der Malossol-Methode verarbeitet.

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