Wie grenzt die Bezeichnung „Männermagazin“ Personen aus, die sich nicht binär identifizieren?

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Die Bezeichnung „Männermagazin“ grenzt nicht-binäre Personen auf verschiedenen Ebenen aus – sowohl sprachlich als auch inhaltlich und strukturell. Die Ausgrenzung basiert primär auf der Annahme, dass Geschlecht eine rein binäre Angelegenheit (Mann oder Frau) sei.

Hier sind die zentralen Punkte, wie diese Bezeichnung und das dahinterstehende Konzept wirken:

1. Verstärkung der Geschlechterbinarität

Der Begriff „Männermagazin“ suggeriert, dass es eine klar definierte Gruppe von „Männern“ gibt, für die diese Inhalte gemacht sind. Nicht-binäre Personen, deren Identität sich außerhalb, zwischen oder jenseits der Kategorien „Mann“ und „Frau“ befindet, finden in dieser strikten Zweiteilung keinen Platz. Die Bezeichnung signalisiert: „Dieses Medium ist für Männer – wenn du kein Mann bist, gehörst du nicht zur Zielgruppe.“

2. Unsichtbarkeit (Invisibilisierung)

Indem Medienangebote nach den Kategorien „Männer“ und „Frauen“ (die klassische Lifestyle-Presse) aufgeteilt werden, wird die Existenz nicht-binärer Menschen ignoriert. In der Welt der „Männermagazine“ kommen nicht-binäre Identitäten meist gar nicht vor – weder als Autoren noch als Protagonisten oder als angesprochene Leser. Dies führt dazu, dass nicht-binäre Personen in der öffentlichen Wahrnehmung und im medialen Diskurs unsichtbar gemacht werden.

3. Fremdzuschreibung und „Misgendering“

Wenn eine nicht-binäre Person Themen interessant findet, die klassischerweise in Männermagazinen behandelt werden (z. B. Technik, Fitness, Mode oder Autos), wird sie durch die Bezeichnung des Magazins indirekt dazu gedrängt, sich mit der Kategorie „Mann“ zu identifizieren, um sich angesprochen zu fühlen. Das Lesen eines „Männermagazins“ kann sich für eine nicht-binäre Person wie eine Form des Misgendering anfühlen, da das Medium ständig die männliche Identität des Lesers voraussetzt („Was der Mann von heute wissen muss“).

4. Stereotypisierung und Normativität

Männermagazine basieren oft auf traditionellen Rollenbildern und einer bestimmten Vorstellung von Männlichkeit (Hegemoniale Männlichkeit). Diese Ideale sind oft eng mit biologischen Merkmalen oder einer heteronormativen Lebensweise verknüpft. Nicht-binäre Menschen brechen diese Normen oft allein durch ihre Existenz auf. Ein Magazin, das sich explizit als „für Männer“ definiert, zementiert meist genau jene Geschlechternormen, die nicht-binäre Menschen einschränken oder ablehnen.

5. Exklusivität des Raumes

Sprache schafft Räume. Ein „Männermagazin“ schafft einen symbolischen Raum, der exklusiv für Männer reserviert ist. Für nicht-binäre Personen bedeutet dies eine Form von „Gatekeeping“: Ihnen wird vermittelt, dass ihre Perspektiven, Körper und Erfahrungen in diesem speziellen Interessengebiet nicht vorgesehen sind, sofern sie sich nicht der Kategorie „Mann“ unterordnen.

Zusammenfassung

Die Bezeichnung „Männermagazin“ wirkt ausgrenzend, weil sie:

  • Ein binäres Weltbild zementiert.
  • Nicht-binäre Identitäten totschweigt.
  • Interessen an ein biologisches oder zugewiesenes Geschlecht koppelt.
  • Keinen Raum für die Vielfalt von Geschlechtsidentitäten lässt.

Alternativen: Moderne Medien versuchen zunehmend, von geschlechtsspezifischen Labels wegzukommen und sich stattdessen über Interessen zu definieren (z. B. „Outdoor-Magazin“, „Lifestyle-Magazin“, „Fitness-Magazin“), um Menschen aller Geschlechtsidentitäten einzuschließen.

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