Was bedeutet die Bezeichnung „Brut“ auf einem Champagner-Etikett?
Die Bezeichnung „Brut“ auf einem Champagner-Etikett (oder auch bei Sekt und Cava) gibt Auskunft über den Süßegrad des Getränks.
Hier sind die wichtigsten Details dazu:
1. Die Bedeutung
„Brut“ ist das französische Wort für „herb“ oder „roh“. Es bedeutet, dass der Champagner trocken ist. Da Champagner von Natur aus eine sehr hohe Säure hat, wird ihm vor dem Verkorken eine kleine Menge Zucker (die sogenannte Versanddosage) beigemischt, um den Geschmack abzurunden. Bei einem „Brut“ ist dieser Zuckeranteil jedoch sehr gering.
2. Der Zuckergehalt
Ein Champagner darf als „Brut“ bezeichnet werden, wenn er weniger als 12 Gramm Restzucker pro Liter enthält.
3. Einordnung auf der Geschmacksskala
„Brut“ ist die weltweit am häufigsten verkaufte Geschmacksrichtung. Es gibt jedoch Abstufungen, die noch trockener oder süßer sind:
- Brut Nature / Pas Dosé: 0 bis 3 g/l Zucker (extrem trocken, kein zugesetzter Zucker)
- Extra Brut: 0 bis 6 g/l Zucker (sehr trocken)
- Brut: weniger als 12 g/l Zucker (trocken)
- Extra Dry (Extra Sec): 12 bis 17 g/l Zucker (merklich milder/süßer als Brut)
- Sec (Trocken): 17 bis 32 g/l Zucker (eher halbtrocken)
- Demi-Sec (Halbtrocken): 32 bis 50 g/l Zucker (süßlich, passt gut zu Dessert)
- Doux (Mild): über 50 g/l Zucker (sehr süß)
Warum ist das wichtig?
Die Bezeichnung bei Schaumweinen unterscheidet sich von der bei stillem Wein. Ein „trockener“ Weißwein hat meist weniger als 9 g/l Zucker. Ein Champagner mit der Aufschrift „Dry“ oder „Sec“ schmeckt im Vergleich dazu bereits deutlich süßlich. Wenn Sie also einen klassischen, erfrischenden und nicht süßen Champagner suchen, ist „Brut“ fast immer die richtige Wahl.