Was bedeutet die Angabe „FPS“ (Bilder pro Sekunde) bei einer Webcam?

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Die Abkürzung FPS steht für „Frames Per Second“ (auf Deutsch: Bilder pro Sekunde).

Bei einer Webcam gibt dieser Wert an, wie viele Einzelbilder die Kamera pro Sekunde aufnimmt und an den Computer überträgt. Hier ist die Bedeutung im Detail:

1. Wie das Auge FPS wahrnimmt

Stell dir ein Daumenkino vor: Je schneller du die Seiten umblätterst, desto flüssiger wirkt die Bewegung.

  • Niedrige FPS (z. B. 15 FPS): Das Bild wirkt abgehackt oder ruckelig. Bewegungen sehen unnatürlich aus.
  • Hohe FPS (z. B. 60 FPS): Die Bewegungen wirken sehr flüssig und fast so real wie ein Blick durch ein Fenster.

2. Gängige Standards bei Webcams

  • 24 bis 30 FPS: Dies ist der Standard für die meisten Videoanrufe (Zoom, Microsoft Teams, Skype). 30 FPS entsprechen in etwa der Bildrate von Fernsehsendungen und werden vom menschlichen Auge als flüssige Bewegung wahrgenommen.
  • 60 FPS: Dies ist der Standard für Streaming (z. B. auf Twitch) oder hochwertige Videoaufnahmen. Bewegungen wirken extrem geschmeidig. Besonders wenn man sich viel vor der Kamera bewegt oder Gaming-Inhalte zeigt, sind 60 FPS vorteilhaft.

3. Der Zusammenhang mit der Auflösung

Oft stehen FPS und Auflösung (z. B. Full HD/1080p oder 4K) in direkter Verbindung. Manche Webcams schaffen:

  • 1080p (Full HD) nur mit 30 FPS.
  • 720p (HD ready) hingegen mit 60 FPS. Man muss sich also manchmal zwischen Bildschärfe und Flüssigkeit entscheiden.

4. Wichtige Faktoren, die die FPS beeinflussen

Selbst wenn deine Kamera „60 FPS“ verspricht, kann die tatsächliche Rate in der Praxis sinken:

  • Lichtverhältnisse: Bei schlechtem Licht reduzieren viele Webcams automatisch die FPS, um die Belichtungszeit pro Bild zu erhöhen (damit das Bild nicht zu dunkel wird). Das führt dann zu dem typischen „Nachziehen“ oder Ruckeln bei Dunkelheit.
  • Computerleistung: Das Verarbeiten von hohen Bildraten (besonders bei 4K) erfordert Rechenpower.
  • Internetleitung: Bei einem Videocall kann die Software die FPS drosseln, wenn deine Internetverbindung zu schwach ist, um Daten zu sparen.

Fazit

Wenn du die Webcam nur für Home-Office und Meetings nutzt, reichen 30 FPS völlig aus. Wenn du Content Creator oder Streamer bist, solltest du nach einer Kamera Ausschau halten, die 60 FPS (idealerweise bei 1080p) unterstützt.