Warum verursachen die Nikotinkaugummis aus dem Nichtraucher-Set ein brennendes Gefühl im Rachen?

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Das brennende Gefühl im Rachen ist eine der häufigsten Nebenwirkungen von Nikotinkaugummis. Es gibt dafür vor allem zwei Gründe: die chemische Eigenschaft von Nikotin und – am häufigsten – die falsche Anwendungstechnik.

Hier ist die genaue Erklärung, warum das passiert:

1. Die falsche Kautechnik (Zu schnelles Kauen)

Die meisten Menschen kauen Nikotinkaugummis wie ganz normale Kaugummis. Das ist jedoch falsch. Wenn man zu schnell und zu kräftig kaut, wird zu viel Nikotin auf einmal freigesetzt.

  • Was passiert dabei? Das überschüssige Nikotin vermischt sich mit dem Speichel und wird geschluckt.
  • Die Folge: Nikotin ist ein Reizstoff für die Schleimhäute. Wenn es den Rachen und die Speiseröhre hinunterläuft, verursacht es dort ein Brennen, Kratzen oder sogar Schluckauf und Sodbrennen.

2. Die chemische Reizung

Nikotin ist ein Alkaloid, das von Natur aus die Schleimhäute reizt. Da die Aufnahme beim Kaugummi über die Mundschleimhaut erfolgen soll, ist die Konzentration direkt am Kaugummi recht hoch. Wenn diese hochkonzentrierte „Nikotin-Lauge“ Kontakt mit dem empfindlichen Gewebe im Rachen bekommt, spürt man das als Brennen.


Wie man das Brennen verhindert: Die „Kau-Park-Methode“

Um das Brennen zu minimieren und die Wirkung zu optimieren, sollten Nikotinkaugummis nach der „Kauen-und-Parken“-Methode verwendet werden:

  1. Langsam kauen: Kauen Sie den Kaugummi nur so lange (etwa 3–5 Mal), bis Sie einen kräftigen, pfeffrigen Geschmack oder ein leichtes Kribbeln im Mund spüren.
  2. Parken: Schieben Sie den Kaugummi dann in die Wangenentasche (zwischen Zahnfleisch und Wange) und lassen Sie ihn dort ruhen. Jetzt wird das Nikotin langsam über die Mundschleimhaut direkt ins Blut aufgenommen (unter Umgehung des Magens).
  3. Warten: Erst wenn der Geschmack nachlässt (nach ca. 1 Minute), kauen Sie wieder ein paar Mal und parken ihn an einer anderen Stelle erneut.
  4. Dauer: Ein Kaugummi sollte insgesamt etwa 30 Minuten lang so verwendet werden.

Weitere Tipps:

  • Nicht trinken während des Kauens: Vor allem säurehaltige Getränke (Kaffee, Saft, Limonade) verhindern die Nikotinaufnahme über die Schleimhaut, was dazu führt, dass man mehr schluckt und das Brennen verstärkt wird.
  • Dosis prüfen: Wenn das Brennen trotz korrekter Technik extrem stark ist, ist eventuell die Dosierung (z. B. 4 mg statt 2 mg) zu hoch für Sie.
  • Alternative: Wenn Sie das Kaugummikauen als unangenehm empfinden, könnten Nikotin-Lutschtabletten oder Nikotinpflaster eine bessere Alternative sein, da hier die Freisetzung oft gleichmäßiger erfolgt oder der Rachen gar nicht erst involviert ist.

Hinweis: Falls das Brennen von Schwellungen oder Atemnot begleitet wird, könnte eine allergische Reaktion vorliegen – in diesem Fall sollten Sie das Produkt sofort absetzen und einen Arzt aufsuchen. In den meisten Fällen ist es aber schlicht die Reizung durch zu schnelles Kauen.

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