Warum sammeln sich häufig Schmutz und Schimmel im Inneren der Aufsteckbürste?
Dass sich im Inneren von Aufsteckbürsten (für elektrische Zahnbürsten) oft dunkle Ablagerungen oder Schimmel bilden, ist ein bekanntes Problem. Das liegt an einer Kombination aus Feuchtigkeit, Nährstoffen und der speziellen Bauweise.
Hier sind die Hauptgründe im Detail:
1. Das „Feuchtbiotop“ (Feuchtigkeit und mangelnde Belüftung)
Aufsteckbürsten sind innen hohl, um Platz für die Antriebswelle der Zahnbürste zu bieten. Wenn man die Bürste benutzt, läuft Wasser (gemischt mit Speichel und Zahnpasta) am Bürstenkopf herunter oder dringt durch die kleine Öffnung an der Unterseite sowie durch die Schlitze der Mechanik ein. Da das Innere der Bürste sehr eng ist, findet dort kaum Luftzirkulation statt. Die Feuchtigkeit kann nicht verdunsten und bleibt über Stunden oder Tage im Gehäuse gefangen.
2. Nährboden für Mikroorganismen
Schimmel und Bakterien benötigen Nahrung, um zu wachsen. In der Aufsteckbürste finden sie ein „Buffet“ aus:
- Zahnpastarestem: Diese haften gut an den Innenwänden.
- Speichel und Hautschuppen: Organisches Material bietet perfekte Energiequellen.
- Speiseresten: Winzige Partikel, die beim Putzen gelöst werden.
3. Der Kapillareffekt
Durch den engen Spalt zwischen dem Handstück und der Aufsteckbürste wird Wasser förmlich in das Innere „gesaugt“ (Kapillareffekt). Selbst wenn man die Bürste außen abtrocknet, bleibt es im Inneren nass.
4. Kalkablagerungen
In Regionen mit hartem Wasser bildet sich oft ein weißlicher Belag aus Kalk. Dieser Kalk ist porös und bietet eine ideale, raue Oberfläche, an der sich Bakterien und Schimmelpilze noch besser festsetzen können.
Was kann man dagegen tun?
Um die Schimmelbildung so weit wie möglich zu verhindern, helfen diese Schritte:
- Nach jedem Gebrauch gründlich spülen: Nimm die Aufsteckbürste nach dem Putzen vom Handstück ab. Spüle sowohl das Innere der Bürste als auch den Metallstift des Handstücks unter fließendem Wasser gründlich aus, um Zahnpastareste zu entfernen.
- Abtrocknen: Schüttle die Bürste kräftig aus und trockne den Metallstift des Handstücks sowie die Unterseite der Bürste mit einem Handtuch ab.
- Aufrecht lagern (getrennt): Lagere die Bürste am besten nicht auf dem Handstück, sondern separat (z. B. in einem speziellen Halter), damit Luft von unten in die Öffnung gelangen kann.
- Regelmäßiger Wechsel: Auch wenn die Borsten noch gut aussehen, sollte die Aufsteckbürste spätestens alle 3 Monate gewechselt werden, da sich bis dahin ohnehin ein Biofilm im Inneren gebildet hat.
- Gelegentliche Reinigung: Man kann die Aufsteckbürste ab und zu in eine Mundspülung oder eine milde Essiglösung legen, um Keime abzutöten.
Ist der Schimmel gefährlich? In der Regel handelt es sich um geringe Mengen. Dennoch ist es unhygienisch, da sich die Sporen beim Putzen im Mund verteilen können. Sobald man deutlichen schwarzen Schimmel im Inneren sieht, der sich nicht mehr leicht wegspülen lässt, sollte die Bürste sofort entsorgt werden.