Warum ist Feuerzeuggas im Inneren des Behälters flüssig?
Feuerzeuggas (meist Butan oder ein Gemisch aus Butan und Propan) ist im Inneren des Behälters flüssig, weil es unter hohem Druck steht.
Hier ist die einfache physikalische Erklärung dafür:
1. Der Siedepunkt
Gase wie Butan haben einen sehr niedrigen Siedepunkt. Bei normalem Luftdruck wird Butan bereits bei etwa -0,5 °C gasförmig. Das bedeutet, dass es bei Zimmertemperatur normalerweise immer als Gas vorliegt.
2. Druck verändert den Zustand
Man kann ein Gas jedoch zwingen, flüssig zu werden, indem man den Druck erhöht. Im Inneren des Feuerzeugs wird das Gas so stark zusammengepresst, dass die Moleküle sehr eng aneinanderrücken. Ab einem gewissen Druck (dem sogenannten Dampfdruck) springt der Zustand von gasförmig zu flüssig um. Man nennt dies „verflüssigtes Gas“.
3. Warum macht man das?
Der Grund ist die Platzersparnis:
- Ein Stoff nimmt als Gas viel mehr Raum ein als in flüssiger Form.
- Wäre das Gas im Feuerzeug nicht verflüssigt, wäre es nach ein- oder zweimaligem Zünden bereits leer.
- In flüssiger Form kann eine viel größere Menge Brennstoff auf kleinstem Raum gespeichert werden.
4. Was passiert beim Zünden?
Sobald du den Hebel am Feuerzeug drückst, öffnest du ein Ventil. Der Druck im Inneren entweicht nach draußen, wo der normale Luftdruck viel niedriger ist. In diesem Moment sinkt der Druck auf die Flüssigkeit schlagartig, sie beginnt sofort zu sieden und wird wieder zu Gas, das dann entzündet werden kann.
Interessanter Fakt: Wenn du ein transparentes Feuerzeug schüttelst, siehst du die Flüssigkeit schwappen. Das ist das "flüssige Gas". Sobald der Behälter jedoch ein Loch bekommt (oder das Ventil offen ist), verdampft diese Flüssigkeit fast augenblicklich.