Ist die gelartige Flüssigkeit im Inneren eines Kühlpads giftig?

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Die kurze Antwort lautet: In den meisten Fällen ist die Flüssigkeit in modernen Kühlpads nicht giftig.

Früher wurden oft gesundheitsschädliche Stoffe verwendet, aber heutzutage bestehen die meisten Gel-Pads aus ungiftigen Inhaltsstoffen, damit keine Gefahr besteht, falls sie einmal auslaufen.

Hier sind die Details:

1. Woraus besteht das Gel meistens?

Die meisten modernen Gel-Kühlpads (die man im Gefrierfach kühlt) enthalten:

  • Wasser
  • Verdickungsmittel: Oft handelt es sich um Cellulose (Pflanzenfasern) oder Polyacrylate (ähnlich wie in Windeln).
  • Konservierungsmittel: Um Schimmelbildung im Inneren zu verhindern.
  • Farbstoff: Meist Blau, damit man sieht, dass es sich nicht um Trinkwasser handelt.
  • Frostschutzmittel: Damit das Gel geschmeidig bleibt und nicht steinhart wird. Hier wird heute meist Propylenglykol verwendet, das als sicher gilt (im Gegensatz zum früher verwendeten, giftigen Ethylenglykol).

2. Was tun, wenn das Pad ausgelaufen ist?

Obwohl die Flüssigkeit meist ungiftig ist, ist sie nicht zum Verzehr geeignet und kann Augen oder Haut reizen.

  • Hautkontakt: Die Stelle gründlich mit Wasser und Seife abwaschen. Das Gel kann die Haut austrocknen oder leicht reizen.
  • Augenkontakt: Das Auge vorsichtig mehrere Minuten lang bei geöffnetem Lidspalt mit klarem Wasser ausspülen.
  • Verschlucken:
    • Bei kleinen Mengen (z. B. ein Kind hat kurz am Pad geleckt): Den Mund ausspülen und etwas Wasser nachtrinken. In der Regel passiert nichts.
    • Bei größeren Mengen oder wenn es sich um ein sehr altes Modell handelt: Zur Sicherheit den Giftnotruf anrufen oder einen Arzt konsultieren.
  • Haustiere: Für kleine Hunde oder Katzen können schon geringere Mengen problematisch sein (vor allem wegen der Konservierungsstoffe). Wenn Ihr Haustier ein Pad zerbissen hat, sollten Sie vorsichtshalber einen Tierarzt kontaktieren.

3. Achtung bei „Sofort-Kälte-Pads“

Es gibt auch Einmal-Pads, die durch Drücken („Knicken“) sofort kalt werden, ohne im Gefrierfach gewesen zu sein. Diese enthalten oft Harnstoff oder früher Ammoniumnitrat-Salze. Diese Flüssigkeiten sind zwar meist auch nicht hochgradig giftig, aber deutlich reizender als das Gel in normalen Kühlakkus.

Zusammenfassung

Wenn auf dem Kühlpad „ungiftig“ (non-toxic) steht, besteht kein Grund zur Panik. Da man aber nie genau weiß, welche Konservierungsstoffe enthalten sind, sollte man die betroffenen Stellen gut reinigen und das defekte Pad im Hausmüll entsorgen.

Wichtige Nummern für den Notfall (Deutschland/Österreich/Schweiz):

  • Deutschland: Giftnotruf (je nach Bundesland, z.B. Berlin: 030 19240)
  • Österreich: Vergiftungsinformationszentrale (VIZ): +43 1 406 43 43
  • Schweiz: Tox Info Suisse: 145
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