Warum führt die Nutzung von Weichspüler oft zu muffigen Gerüchen in der Waschtrommel?

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Dass die Nutzung von Weichspüler oft zu muffigen Gerüchen in der Waschmaschine führt, liegt an einer Kombination aus chemischen Rückständen, Bakterienwachstum und modernen Waschgewohnheiten.

Hier sind die Hauptgründe im Detail:

1. Bildung von „Biofilm“ (Schleimablagerungen)

Weichspüler basieren häufig auf kationischen Tensiden und enthalten oft tierische Fette (Talgderivate), um die Wäsche geschmeidig zu machen. Diese fettigen Substanzen lösen sich nicht immer vollständig auf, sondern setzen sich an schwer einsehbaren Stellen in der Maschine ab:

  • An der Außenseite der Waschtrommel.
  • In den Schläuchen.
  • In der Einspülkammer.
  • Hinter der Türdichtung (Manschette).

Dieser klebrige Belag wird in der Fachsprache oft „Fettlaus“ genannt. Er bildet die perfekte Nahrungsgrundlage für Bakterien und Pilze.

2. Niedrige Waschtemperaturen

Heutzutage waschen wir aus Umweltschutzgründen meist bei 30 °C oder 40 °C. Diese Temperaturen reichen nicht aus, um die fettigen Rückstände des Weichspülers zu schmelzen oder die darin siedelnden Bakterien abzutöten. Während die Kochwäsche früher die Maschine quasi „desinfiziert“ hat, bleibt der Biofilm bei niedrigen Temperaturen stabil und wächst weiter.

3. Bakterienwachstum und Fäulnis

In dem feuchtwarmen Milieu der Waschmaschine zersetzen Bakterien die Rückstände des Weichspülers sowie Hautschuppen und Textilfasern, die im Biofilm hängen bleiben. Bei diesem Zersetzungsprozess entstehen Gase, die wir als muffigen, modrigen oder fauligen Geruch wahrnehmen.

4. Verkleben von Flusen

Weichspüler wirkt wie ein Kleber für feinste Textilfasern und Flusen. Diese verfangen sich im klebrigen Film an den Bauteilen der Maschine. Diese feuchten Flusenpakete trocknen fast nie vollständig aus und fangen an zu rotten, was den Geruch zusätzlich verstärkt.


Was kann man dagegen tun?

Wenn die Maschine bereits stinkt oder man dem vorbeugen möchte, helfen folgende Maßnahmen:

  1. Kochwäsche-Programm nutzen: Mindestens einmal im Monat eine Ladung (z. B. Handtücher oder Bettwäsche) bei 60 °C oder besser 90 °C mit einem vollwaschmittel-Pulver waschen. Das Pulver enthält Bleiche, die Bakterien abtötet, und die Hitze löst die Fettablagerungen.
  2. Maschinenreiniger: Gelegentlich einen speziellen Waschmaschinenreiniger verwenden, um Ablagerungen an unzugänglichen Stellen zu entfernen.
  3. Lüften: Nach dem Waschen die Tür und das Einspülfach immer offen lassen, damit die Restfeuchtigkeit entweichen kann.
  4. Essig oder Zitronensäure statt Weichspüler: Ein Schuss heller Essig oder gelöste Zitronensäure im Weichspülfach macht die Wäsche ebenfalls weich (indem Kalk gelöst wird), hinterlässt aber keine klebrigen Rückstände und wirkt sogar gegen Bakterien.
  5. Dosierung reduzieren: Wenn man nicht auf Weichspüler verzichten möchte, sollte man ihn extrem sparsam dosieren.

Zusammenfassend: Der Weichspüler ist im Grunde ein „Nährboden aus der Flasche“, der bei mangelnder Hitze und Belüftung in der Maschine verrottet.