Verursacht die alphabetische Sortierung Probleme, wenn alle Datensätze mit dem Wort „Sammelkartenedition“ beginnen?

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Die kurze Antwort lautet: Technisch gesehen nein, aber für die Benutzerfreundlichkeit (Usability) ja.

Hier ist eine detaillierte Analyse, warum das so ist und welche Probleme auftreten können:

1. Die technische Perspektive (Kein Problem)

Computer-Algorithmen haben kein Problem mit langen, identischen Präfixen. Wenn ein Sortieralgorithmus (wie er in Excel, Datenbanken oder Webseiten verwendet wird) zwei Einträge vergleicht, geht er Zeichen für Zeichen vor:

  • Er sieht bei beiden „S“ – Gleichstand.
  • Er sieht bei beiden „a“ – Gleichstand.
  • Das macht er so lange, bis das erste unterschiedliche Zeichen kommt (z. B. nach dem Wort „Sammelkartenedition“).

Das Einzige, was technisch passiert, ist eine minimale Verzögerung bei der Verarbeitung, da mehr Zeichen verglichen werden müssen, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann. Bei modernen Computern ist dieser Zeitunterschied jedoch so gering, dass er selbst bei Millionen von Datensätzen kaum spürbar ist.

2. Die Benutzerperspektive (Das eigentliche Problem)

Für Menschen ist diese Art der Benennung sehr problematisch:

  • Erschwerte Scanbarkeit: Wenn ein Nutzer eine Liste durchsieht, springt das Auge normalerweise an den Zeilenanfang. Wenn dort überall das gleiche 19-buchstabige Wort steht, muss das Gehirn jedes Mal „darüber hinweglesen“, um die eigentliche Information (z. B. „Pokémon“, „Magic“, „Yu-Gi-Oh“) zu finden.
  • „Wall of Text“-Effekt: Die Liste wirkt eintönig und unübersichtlich. Es fällt schwerer, sich zu orientieren.
  • Abgeschnittene Texte (Truncation): In vielen Ansichten (besonders auf Smartphones oder in schmalen Tabellenspalten) wird der Text nach einer gewissen Anzahl von Zeichen mit „...“ abgekürzt.
    • Beispiel:
      • Sammelkartenedition Pok...
      • Sammelkartenedition Mag...
      • Sammelkartenedition Yu-...
    • Im schlimmsten Fall siehst du nur 10-mal untereinander: „Sammelkartenedition...“. Der Nutzer weiß dann gar nicht mehr, worum es geht.

3. Suchfunktion und Filter

Wenn ein Nutzer in einer Suchmaske nach „Pokémon“ sucht, die Liste aber alphabetisch sortiert ist, landet er bei „P“ – dort findet er aber nichts, weil alles unter „S“ steht. Er muss also wissen, dass er nach dem Präfix suchen muss, oder die Suche muss so programmiert sein, dass sie auch Wortteile innerhalb des Strings findet (was nicht immer Standard ist).

Empfehlung: Wie man es besser macht

Um die Sortierung sinnvoll zu nutzen, sollte das Unterscheidungsmerkmal nach vorne.

Schlecht:

  1. Sammelkartenedition Digimon
  2. Sammelkartenedition Magic the Gathering
  3. Sammelkartenedition Pokémon

Besser (Name zuerst):

  1. Digimon (Sammelkartenedition)
  2. Magic the Gathering (Sammelkartenedition)
  3. Pokémon (Sammelkartenedition)

Oder über Kategorien: Anstatt das Wort in den Namen aufzunehmen, sollte „Sammelkartenedition“ ein Attribut oder eine Kategorie in der Datenbank sein. In der Anzeige lässt man das Wort dann weg oder setzt es in eine eigene Spalte.

Zusammenfassend: Die alphabetische Sortierung funktioniert technisch einwandfrei, aber sie verliert ihren Nutzen für den Menschen, da das Sortierkriterium (das erste Wort) keine Unterscheidung bietet.

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