Sind neben den Röschen auch der Strunk und die Blätter essbar?
Bearbeiten
Löschen
Ja, absolut! Sowohl der Strunk als auch die Blätter (besonders bei Brokkoli und Blumenkohl) sind nicht nur essbar, sondern auch sehr gesund und geschmackvoll.
Hier ist ein kurzer Überblick, wie du sie am besten verwendest:
1. Der Strunk (Stiel)
Der Strunk wird oft fälschlicherweise weggeworfen, dabei schmeckt er meist milder und süßer als die Röschen – fast ein bisschen wie Kohlrabi.
- Vorbereitung: Die äußere Schicht des Strunks ist oft holzig oder zäh. Du solltest ihn daher großzügig schälen, bis das hellere, zarte Innere zum Vorschein kommt.
- Verwendung:
- In kleine Würfel oder Stifte schneiden und zusammen mit den Röschen garen (beachte: der Strunk braucht meist 1–2 Minuten länger als die Röschen).
- In Scheiben geschnitten roh knabbern (schmeckt wie milder Kohlrabi).
- Ideal für Suppen oder Smoothies, um für Bindung und Nährstoffe zu sorgen.
2. Die Blätter
Die Blätter enthalten oft sogar eine höhere Konzentration an Vitaminen (z. B. Vitamin C und A) als die Röschen selbst.
- Vorbereitung: Wasche sie gründlich ab. Bei sehr großen Blättern kann die Mittelrippe etwas hart sein; diese kannst du wie bei Grünkohl heraustrennen.
- Verwendung:
- Kleine, zarte Blätter: Einfach mit den Röschen mitkochen oder mit anbraten.
- Größere Blätter: Wie Spinat oder Mangold zubereiten (kurz in der Pfanne in Öl/Butter dünsten).
- Ofen-Chips: Die Blätter mit etwas Öl und Salz einreiben und im Ofen knusprig backen (ähnlich wie Grünkohl-Chips).
- Pesto: Du kannst die Blätter zusammen mit Kräutern zu einem Pesto verarbeiten.
Warum es sich lohnt:
- Nährstoffe: Du bekommst mehr Vitamine und Ballaststoffe.
- Geldbeutel: Du nutzt das gesamte Gemüse, für das du bezahlt hast.
- Nachhaltigkeit: Du vermeidest unnötigen Bio-Abfall (Zero Waste).
Ein kleiner Tipp: Achte beim Kauf darauf, dass der Strunk noch fest und nicht hohl oder holzig-trocken ist. Bei Bio-Gemüse kannst du die Blätter bedenkenlos mitessen, da sie nicht mit Pestiziden belastet sind.