Mit welcher Technik lassen sich mit einem herkömmlichen Glätteisen auch Locken oder Wellen statt glatter Haare stylen?
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Mit einem herkömmlichen Glätteisen lassen sich wunderbare Locken oder Wellen zaubern. Die gängigste und effektivste Technik dafür ist die „Dreh-und-Zieh-Technik“.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du das am besten machst:
1. Vorbereitung (Wichtig!)
- Trockenes Haar: Benutze das Glätteisen niemals bei feuchtem Haar, da dies die Haarstruktur schädigen kann.
- Hitzeschutz: Sprühe unbedingt ein Hitzeschutzspray auf, um Spliss und Haarbruch zu vermeiden.
- Kämmen: Das Haar sollte knotenfrei sein, damit das Glätteisen flüssig gleiten kann.
2. Die Technik (Schritt für Schritt)
Der Schlüssel liegt in der Drehung des Handgelenks:
- Abteilen: Teile eine etwa 2–3 cm breite Haarsträhne ab. Je dünner die Strähne, desto definierter die Locke; je dicker, desto welliger das Ergebnis.
- Ansetzen: Setze das Glätteisen am Haaransatz (oder dort, wo die Locke beginnen soll) an und schließe es.
- Die Drehung: Jetzt drehst du das Glätteisen um die eigene Achse:
- Für Beach Waves: Drehe das Eisen um 180 Grad (eine halbe Drehung).
- Für richtige Locken: Drehe das Eisen um 360 Grad (eine volle Drehung), sodass die Strähne einmal komplett um das Gehäuse des Glätteisens gewickelt ist.
- Tipp: Drehe vom Gesicht weg, das wirkt natürlicher.
- Gleiten lassen: Ziehe das Glätteisen nun langsam und mit gleichmäßigem Druck bis nach unten zu den Spitzen durch. Halte das Eisen dabei leicht schräg nach unten.
- Spitzen (Optional): Für einen modernen „Beach-Look“ kannst du die letzten 2–3 cm der Spitzen einfach gerade durchziehen, ohne sie zu locken.
3. Profi-Tipps für ein besseres Ergebnis
- Die Form des Glätteisens: Am besten funktioniert es mit einem Glätteisen, das abgerundete Kanten hat. Eckige Gehäuse können unschöne Knicke im Haar hinterlassen.
- Geschwindigkeit: Ziehe nicht zu schnell (dann hält die Locke nicht) und nicht zu langsam (Hitzeschaden). Ein gleichmäßiges Tempo von etwa 5-10 Sekunden pro Strähne ist ideal.
- Aus kühlen lassen: Fasse die Locke nicht sofort an. Lass sie komplett auskühlen, bevor du sie mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm auflockerst. Das fixiert die Form.
- Finish: Ein wenig Haarspray sorgt für den nötigen Halt. Für Wellen kannst du nach dem Auskühlen mit den Fingern durch die Haare fahren, um sie aufzuschütteln.
Zusammenfassung der verschiedenen Looks:
- Klassische Locken: Glätteisen vertikal halten und einmal komplett um die Achse drehen.
- Lässige Wellen: Glätteisen horizontal halten, nur eine halbe Drehung machen und schneller nach unten ziehen.
- S-Wellen (Crimping-Style): Das Haar in Schlangenlinien („S“-Form) legen und das Glätteisen Stück für Stück auf die Kurven drücken (ohne zu ziehen).