Macht die Einnahme von Cetirizin müde?

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Ja, Cetirizin kann müde machen, obwohl es zu den sogenannten Antihistaminika der zweiten Generation gehört, die deutlich seltener schläfrig machen als ältere Medikamente.

Hier sind die wichtigsten Fakten dazu:

1. Warum macht es müde?

Obwohl Cetirizin so entwickelt wurde, dass es kaum ins Gehirn gelangt, passiert dies bei einigen Menschen dennoch in geringem Maße. Dort blockiert es Histamin-Rezeptoren, die unter anderem für die Wachheit zuständig sind.

2. Wie häufig tritt diese Nebenwirkung auf?

In klinischen Studien gaben etwa 10 bis 15 % der Anwender an, unter Müdigkeit oder Schläfrigkeit zu leiden. Es ist also eine „häufige“ Nebenwirkung, betrifft aber bei weitem nicht jeden.

3. Tipps zur Einnahme

Wenn Sie merken, dass Cetirizin Sie müde macht, können Sie folgende Strategien probieren:

  • Einnahme am Abend: Nehmen Sie die Tablette kurz vor dem Schlafengehen ein. Die allergielindernde Wirkung hält meist 24 Stunden an, sodass Sie am nächsten Tag geschützt sind, die Müdigkeit aber „verschlafen“.
  • Alternative Wirkstoffe: Es gibt Antihistaminika der „neueren“ Generation (z. B. Loratadin, Desloratadin oder Fexofenadin), die noch seltener die Blut-Hirn-Schranke überwinden und meist noch weniger müde machen als Cetirizin.

4. Wichtige Sicherheitshinweise

  • Verkehrsteilnahme: Wenn Sie Cetirizin zum ersten Mal einnehmen, sollten Sie beobachten, wie Ihr Körper reagiert, bevor Sie Auto fahren oder schwere Maschinen bedienen.
  • Alkohol: Alkohol kann die schläfrig machende Wirkung von Cetirizin verstärken. Man sollte während der Einnahme also vorsichtig mit Alkoholkonsum sein.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche oder apothekerliche Beratung. Wenn die Müdigkeit sehr stark ist, besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker einen Wechsel des Präparats.