Können Haarspangen bei langer Tragedauer Kopfschmerzen verursachen?

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Ja, das ist absolut möglich. Kopfschmerzen, die durch Haarspangen, enge Zöpfe oder Haarreifen verursacht werden, sind ein bekanntes Phänomen. In der Medizin wird dies oft unter dem Begriff „externer Kompressionskopfschmerz“ oder auch „Pony-Tail-Headache“ (Pferdeschwanz-Kopfschmerz) gefasst.

Hier sind die Hauptgründe, warum Haarspangen Kopfschmerzen auslösen können:

1. Reizung der Nerven in der Kopfhaut

Die Kopfhaut ist extrem gut durchblutet und von vielen feinen Nerven durchzogen. Wenn eine Haarspange zu fest sitzt oder an einer bestimmten Haarsträhne zieht, entsteht ein konstanter Zug auf die Haarfollikel und die darunter liegenden Nervenenden. Dieser dauerhafte Reiz wird vom Gehirn als Schmerz wahrgenommen.

2. Druckpunkte

Besonders große Haarklammern (Claw Clips) oder Metall-Spangen können direkt auf den Schädel drücken. Wenn dieser Druck über Stunden auf dieselbe Stelle einwirkt, kann dies die empfindliche Knochenhaut oder die Muskulatur unter der Kopfhaut reizen.

3. Verspannungen der Nackenmuskulatur

Wenn die Haarspange schwer ist oder die Haare in einer Position fixiert, die den Kopf in eine unnatürliche Haltung zwingt (z. B. wenn man den Kopf wegen einer großen Klammer nicht im Sessel anlehnen kann), führt das zu Verspannungen im Nacken. Diese Muskelschmerzen strahlen oft in den Kopf aus (Spannungskopfschmerz).

4. Trigger bei Migräne-Patienten

Menschen, die ohnehin zu Migräne neigen, sind oft empfindlicher gegenüber äußeren Reizen. Bei ihnen kann schon ein leichter, aber stetiger Zug durch eine Haarspange eine Migräneattacke auslösen (dies nennt man Allodynie – eine Schmerzreaktion auf Reize, die normalerweise nicht wehtun).


Tipps, um Schmerzen zu vermeiden:

  • Position variieren: Setzen Sie die Spange im Laufe des Tages immer mal wieder an eine andere Stelle, um die Belastung zu verteilen.
  • Lockere Frisuren: Tragen Sie die Haare nicht zu straff. Ein „Loose Bun“ oder locker gesteckte Partien entlasten die Kopfhaut.
  • Das richtige Material: Verwenden Sie eher leichte Kunststoffklammern statt schwerer Metallspangen. Auch spiralförmige Haargummis oder weiche Scrunchies sind oft schonender als harte Klammern.
  • Pausen gönnen: Öffnen Sie die Haare zwischendurch (z. B. in der Mittagspause) für 10 bis 15 Minuten und massieren Sie sanft die Kopfhaut, um die Durchblutung anzuregen.
  • Nachts offen tragen: Tragen Sie nachts niemals feste Spangen, da sich der Druck durch das Liegen noch verstärkt.

Fazit: Wenn Sie merken, dass der Schmerz nachlässt, sobald Sie die Spange entfernen, ist sie eindeutig die Ursache. In diesem Fall hilft meist nur ein Wechsel zu kopfschonenderen Haar-Accessoires.

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