Können durch die Befestigungsklammern des Dachträgers Lackschäden am Auto entstehen?

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Ja, durch die Befestigungsklammern eines Dachträgers können durchaus Lackschäden entstehen. Obwohl moderne Trägersysteme meist gut konstruiert sind, gibt es mehrere Risikofaktoren, die zu Kratzern, Druckstellen oder Lackabrieb führen können.

Hier sind die Hauptgründe für Lackschäden und wie du sie vermeiden kannst:

1. Die Hauptursachen für Schäden:

  • Schmutz und Sand: Das ist die häufigste Ursache. Wenn sich kleinste Staub- oder Sandkörner zwischen der Gummierung der Klammer und dem Autolack befinden, wirken diese bei der Fahrt wie Schmirgelpapier. Durch die Vibrationen während der Fahrt reibt der Schmutz kontinuierlich auf dem Lack.
  • Vibrationen und Bewegung: Ein Dachträger ist während der Fahrt enormen Kräften (Windwiderstand) ausgesetzt. Diese minimalen Bewegungen (Mikrovibrationen) können dazu führen, dass die Klammern am Lack scheuern.
  • Falsche Montage: Wenn die Klammern zu fest angezogen werden, können Druckstellen im Blech oder Lack entstehen. Sind sie zu locker, bewegen sie sich mehr und verursachen Kratzer.
  • Versprödete Gummis: Bei alten Dachträgern können die schützenden Gummiprofile hart oder rissig werden, wodurch das Metall der Klammer direkt auf den Lack drücken kann.

2. So verhinderst du Lackschäden:

  • Gründliche Reinigung: Bevor du den Träger montierst, müssen die Auflageflächen am Auto absolut sauber und wachsfrei sein. Auch die Gummifüße des Trägers sollten feucht abgewischt werden.
  • Lackschutzfolie (Wichtigster Tipp): Viele Profis empfehlen, an den Stellen, an denen die Klammern greifen, kleine Stücke transparenter Lackschutzfolie (Adhäsionsfolie oder Steinschlagschutzfolie) auf das Auto zu kleben. Diese Folie fängt die Reibung ab und kann nach dem Urlaub rückstandslos entfernt werden.
  • Drehmoment beachten: Ziehe die Schrauben genau nach Herstellerangabe an. Viele moderne Träger (z. B. von Thule) haben integrierte Drehmomentschlüssel, die "klicken", wenn die optimale Festigkeit erreicht ist.
  • Nachziehen: Kontrolliere nach etwa 50 Kilometern Fahrt den Sitz des Trägers. Ein locker sitzender Träger ist das größte Risiko für den Lack (und die Sicherheit).
  • Träger bei Nichtgebrauch abmontieren: Lass den Träger nicht unnötig lange auf dem Auto. Unter den Gummifüßen sammelt sich mit der Zeit Feuchtigkeit und feiner Straßenschmutz an.

3. Welches System hast du?

  • Fixpunkte/Dachreling: Diese Systeme sind meist sicherer für den Lack, da sie entweder gar keinen Kontakt zur Außenhaut haben oder auf fest definierten Punkten sitzen.
  • Klemmträger (Türrahmen): Diese sind am anfälligsten für Lackschäden, da sie um die Dachkante in den Türfalz greifen. Hier ist der Einsatz von Schutzfolie besonders ratsam.

Fazit: Wenn du das Auto vorher gründlich reinigst und idealerweise punktuell Schutzfolie verwendest, ist das Risiko für bleibende Schäden sehr gering. Ohne diese Vorsichtsmaßnahmen sind jedoch "blinde Stellen" oder feine Kratzer im Lack nach einer langen Reise leider keine Seltenheit.

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