Outlook Auto-Vervollständigung funktioniert nicht? So beheben Sie den Fehler
Hier ist ein umfassendes Tutorial, um Probleme mit der Auto-Vervollständigung von E-Mail-Adressen in Outlook zu beheben.
Die Auto-Vervollständigung (Auto-Complete) ist eine der nützlichsten Funktionen in Outlook. Sie schlägt E-Mail-Adressen vor, sobald Sie die ersten Buchstaben in das „An“-Feld tippen. Wenn diese Funktion plötzlich streikt, kann das den Arbeitsfluss erheblich stören.
Hier sind die gängigsten Lösungen, Schritt für Schritt erklärt.
Methode 1: Überprüfen, ob die Funktion aktiviert ist
Oft ist die Funktion schlichtweg in den Einstellungen deaktiviert worden.
- Öffnen Sie Outlook und klicken Sie oben links auf Datei.
- Wählen Sie im linken Menü Optionen.
- Klicken Sie im neuen Fenster auf die Registerkarte E-Mail.
- Scrollen Sie nach unten bis zum Bereich Nachrichten senden.
- Stellen Sie sicher, dass der Haken bei „Beim Ausfüllen der Zeilen 'An', 'Cc' und 'Bcc' die AutoVervollständigen-Liste verwenden, um Namen vorzuschlagen“ gesetzt ist.
- Klicken Sie auf OK und starten Sie Outlook ggf. neu.
Methode 2: Den Auto-Vervollständigen-Cache leeren
Wenn die Liste beschädigt ist, hilft es oft, sie komplett zurückzusetzen. Hinweis: Hierbei werden alle bisher gespeicherten Vorschläge gelöscht. Sie müssen Adressen einmalig manuell eingeben, damit sie wieder gelernt werden.
- Gehen Sie wie in Methode 1 zu: Datei > Optionen > E-Mail.
- Suchen Sie wieder den Bereich Nachrichten senden.
- Klicken Sie rechts auf die Schaltfläche AutoVervollständigen-Liste leeren.
- Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage mit Ja.
- Klicken Sie auf OK.
Methode 3: Einzelne fehlerhafte Einträge löschen
Manchmal funktioniert die Funktion generell, aber eine bestimmte Adresse wird falsch vorgeschlagen (z. B. eine alte Adresse).
- Öffnen Sie eine neue E-Mail.
- Tippen Sie die ersten Buchstaben der betreffenden Adresse in das „An“-Feld.
- Sobald der Vorschlag in der Liste erscheint, fahren Sie mit der Maus darüber oder nutzen Sie die Pfeiltasten.
- Klicken Sie auf das kleine „X“ rechts neben dem Namen oder drücken Sie die Entf-Taste auf Ihrer Tastatur.
- Tippen Sie die Adresse nun einmal komplett manuell ein und senden Sie die Mail (oder speichern Sie sie als Entwurf), damit Outlook sie korrekt neu speichert.
Methode 4: Outlook im abgesicherten Modus starten
Ein defektes Add-In kann die Auto-Vervollständigung blockieren.
- Drücken Sie die Tastenkombination Windows-Taste + R.
- Geben Sie
outlook.exe /safeein und drücken Sie Enter. - Testen Sie, ob die Auto-Vervollständigung hier funktioniert.
- Wenn ja, liegt es an einem Add-In. Gehen Sie zu Datei > Optionen > Add-Ins, wählen Sie unten „COM-Add-Ins“ und klicken Sie auf Los. Deaktivieren Sie testweise alle Add-Ins und schalten Sie sie nacheinander wieder ein, um den Übeltäter zu finden.
Methode 5: Den Roaming-Cache-Ordner umbenennen (Fortgeschritten)
Wenn die obigen Schritte nicht helfen, könnte die Cache-Datei auf Betriebssystemebene defekt sein.
- Schließen Sie Outlook komplett.
- Drücken Sie Windows-Taste + R.
- Kopieren Sie folgenden Pfad hinein:
%localappdata%\Microsoft\Outlook\Roambase - Suchen Sie die Datei, die mit
Stream_Autocomplete...beginnt. - Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Umbenennen. Fügen Sie am Ende einfach
.oldhinzu (z. B.Stream_Autocomplete_0_XXXX.dat.old). - Starten Sie Outlook neu. Outlook erstellt nun eine neue, saubere Cache-Datei.
Methode 6: Office-Reparatur durchführen
Hilft gar nichts, ist möglicherweise die Office-Installation selbst beschädigt.
- Schließen Sie alle Office-Programme.
- Öffnen Sie die Windows-Einstellungen (Zahnrad-Symbol).
- Gehen Sie zu Apps (oder Apps & Features).
- Suchen Sie in der Liste nach Microsoft Office (oder Microsoft 365).
- Klicken Sie auf Ändern (oder die drei Punkte -> Ändern).
- Wählen Sie Schnellreparatur und führen Sie diese aus. Falls das nicht hilft, versuchen Sie die Onlinereparatur.
Zusammenfassung
In 90 % der Fälle löst Methode 2 (Cache leeren) das Problem. Sollte das Problem in einem Firmennetzwerk auftreten, kann es auch sein, dass eine IT-Richtlinie (Group Policy) die Funktion deaktiviert hat – in diesem Fall sollten Sie Ihren Administrator kontaktieren.